Hyperland [Dummy 02]

HTML5-Player läuft nicht? Wechseln Sie zur guten alten Flash-Ansicht!

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Doch, doch: Wir können zuhören. Für den zweiten Piloten haben wir einiges geändert, an Hyperland. Den News-Block haben wir beispielsweise gekickt. Vorgelesene Kurzmeldungen aus dem Netz braucht wirklich kein Mensch. Die “bunten” Themen haben wir dieses Mal links liegen gelassen und uns stattdessen zwei seriösere vorgenommen. Außerdem haben wir den Manga-Bonbon-Farben-Regler des Studios runtergedreht, und als Video der Woche haben wir dieses Mal ein Filmchen ausgesucht, das garantiert noch nicht von jedem totgeklickt wurde.


Wie gefällt Ihnen die neue Hyperland-Variante? Anmerkungen, Vorschläge und Kritik? Oder gar Lob? Her damit!


Links:
Handelsblatt: “Depression ist völlig unangebracht”
Handelsblatt: “Das Ende der Gratiskultur im Internet ist gekommen”
Thomas Knüwer: “Autosuggestion beim Handelsblatt”
Marcel Weiß: “Döpfner und Handelsblatt: Der Aufstieg der Konkurrenz-Kultur”
Magdalena Böttger: “Gratiskultur im Internet - metaphert”
Heise: “Experten plädieren für Aufhebung des Zugangserschwerungsgesetzes”
AK Zensur: “Dänische Polizei: USA dulden ‘Kinderpornografie’”
Bundestag: Stellungnahme von Lars Underbjerg (PDF)
Alvar Freude: “Werfe die Wette in den Raum: ...”
Nuit Blanche
Making of Nuit Blanche


Credits: Moderation: Nadia Zaboura; Redaktion: Jens Schröder; Grafik & Schnitt: Fritz Gnad; Regie: Mario Sixtus; Redaktion ZDF: Bernhard Fritsch; Realisierung: Blinkenlichten Produktionen im Auftrag des ZDF. (c) 2010 ZDF, Creative Commons BY-NC-SA

15.11.2010 | Kommentare [29] | Versenden | Bookmark:      

Kommentare:

Gefällt mir sehr viel besser, als der erste Pilot. (offtopic: Gibt es eigentlich sowas wie einen zweiten Piloten?)
Nadia kommt viel besser rüber, das Papier in der Hand und der kleine Schritt nach rechts oder links lassen sie gleich viel lockerer erscheinen. Themenauswahl, Musikuntermalung und die Grafik im Hintergrund gefallen mir auch besser als beim ersten Versuch.

Trotzdem gibt es noch ein paar kleine Kritikpunkte:
- Nadia hält ein gefaltetes Papier in der Hand. Das wirkt lieblos, insbesondere, wenn man dann so Kleinigkeiten wie ihren Sticker am Kleidchen sieht. Gebt ihr entweder richtige Moderationskärtchen in die Hand oder lasst euch was Besonderes einfallen. Durchsichtige Moderationskärtchen fand ich damals bei Polylux ja toll.
- Nochmal zu Nadia: Irgendwo gibt es so ein kurz eingeworfenes "Denn". Das wirkte noch ein bisschen bemüht. Klingt, als hätte sie nur dieses Wort alleinstehend gesprochen und holte mich aus der erzählten Geschichte raus.
- Der Hintergrund ist angenehm und viel ruhiger. Das er ab und an wechselt, finde ich sehr schön. Aber warum lasst ihr ihn genau auf den Schnitt wechseln? So werde ich als Zuschauer auf den Schnitt hingewiesen. Kurz vorher wechseln (quasi Background Advance) und die Moderation wirkt noch flüssiger.
- Das Ende der Sendung kommt etwas unvermittelt. Vielleicht könnte Nadia eine etwas längere Überleitung zum Verweis auf hyperland.zdf.de sprechen.
- Der HTML5 Player läuft bei mir noch immer nicht im Vollbild (OSX 10.6.5, Firefox 3.6.12).

Hat viel Spaß gemacht, die Sendung zu sehen. Und anders als beim ersten Mal, freue ich mich auf eine Fortsetzung. Danke.

Kommentar von Stephan Fritsch, geschrieben am 15.11.2010.

Ja, schon viel besser. Wirkt aber stellenweise etwas steif.

Kommentar von Sean Kollak, geschrieben am 15.11.2010.

Aus der Testreihe hat mir Hyperland eigentlich zunächst am wenigstens gefallen. Nadja kam sehr künstlich rüber, vor allem beim Ausüben des Sixtus-Humors ("... die den Konsumenten bislang allerdings so sehr begeisterten, wie die Präsentation eines neuen Blasentees").

Deswegen war ich etwas enttäuscht, dass ausgerechnet Hyperland für eine Fortsetzung ausgesucht wurde (oder gehen auch die anderen Formate in die zweite Runde?).

Davon ausgehend habe ich einen positiven Eindruck dieser Sendung. Weniger verspielt kommen die Inhalte doch besser rüber. Die beiden Hauptthemen sind ohne Frage wichtig und passend, aber zwei mal "das Internet wird von den bösen alten Männern angegriffen" in einer Sendung finde ich auch recht unglücklich.

Einmal "Was die CDU so fordert" und einmal "Was hat das Netz so Tolles zu bieten" fände ich eine bessere Themenverteilung.

Was ich von den Webcam-Interviews halten soll, weiß ich noch nicht. Jedes Amateur-Webcam-Video auf Youtube ala "Ich erzähl die Krankengeschichte meines Hamsters" hat eine bessere Qualität.

Besonders über Sequels zu LAWBLOG.tv und ePolitik würde ich mich freuen.

Viele Grüße und macht weiter so!

Kommentar von Sebastian Michaelsen, geschrieben am 15.11.2010.

Die Moderatorin passt sehr gut zum Format. Die Moderation könnte etwas lockerer sein, einige Bewegung wirken sehr geplant/einstudiert.

Aber inhaltlich absolut top. Gute Themenauswahl, insgesamt gut präsentiert. Auf ins Hyperland III.

Kommentar von Rainer, geschrieben am 15.11.2010.

Jau, hat sehr gefallen! Moderation war richtig gut jetzt, Themen in Ordnung. Webcam-Interviews fand ich diesmal auch ganz gut gelungen.

Ehrlich gesagt nervt mich die Hintergrund-Musik, die ja wohl darauf ausgelegt ist, nicht zu nerven, ein wenig in ihrer unglaublichen Ruhe. Mir scheint, als würde Ambiental nicht so gut zu einem Nachrichtenformat passen -- vllt hat da jemand noch eine Meinung dazu?

Weiter so!

Kommentar von the contented, geschrieben am 15.11.2010.

Warum schwimmt Nadia Zaboura denn in einem Ölbad? Das ölt auf Dauer. Sie stakst immer noch, der Vorteil ist jetzt aber: Man merkt, die Frau hat Humor.

Also, weiterstaksen, weniger Öl, und (nicht zum ersten Mal):The Daily Sixtus (Sixtus of the week?) fehlt. Der schafft Distanz zu Ehrensenf, echtmal.

Freue mich auf nächste Aktivität, Michael

P.S.HTML5 ist jetzt synchron grin

Kommentar von Michael Hoeldke, geschrieben am 15.11.2010.

ja, viel besser. der ernsthaft-nüchterne grund-tonfall ergänzt sich gut mit der komplementären clip-ästhetik: gleich wirkt es nicht mehr lifestylehaft-windig. das überträgt sich auch gleich auf die themen.

nadia ist immer noch etwas steif, aber das liegt ihr deutlich besser als den sixtus-ironie-stil nachzustellen. ich würde am meisten künftige arbeit in ihre präsentation stecken: der tonfall und die stimme halten das ganze zusammen, oder eben nicht. es gibt stellen, wo das gut funktioniert, und solche, wo es noch keinen richtigen flow hat. das sind subtile schattierungen.

Kommentar von Martin Lindner, geschrieben am 15.11.2010.

Wesentlich besser. Die Musik nervt. Moderation ist etwas lockerer - aber "ein Schritt rechts, ein Schritt links" - das isses noch nicht.
Weil Ihr ja im Labor seid: Probiert's doch mal mit einem Stehtisch/Pult/Barhocker o.ä.
Aber: die Richtung stimmt.

Kommentar von Harald Link, geschrieben am 15.11.2010.

Ich verstehe, dass ihr euch große Mühe gebt etwas Neues zu machen. Man sieht das durchaus. Und ich verstehe auch, dass das ein schwieriger Job ist!

Diese Version kommt mir nun etwas verschlafen vor. Die Nachrichten selbst sind eigentlich öde, aber darum geht es nicht! Eine Nachrichtensendung dieser Art halte ich für wenig interessant, denn *wen* wollt ihr damit erreichen? Beim alten ElPro war das Durchleuchten eines Themas der interessante Kick. Das fehlt bei allen bisher vorgestellten Laborversionen. Ich glaube, Ihr solltet wieder in diese Richtung zurück.

Die Frage stellt sich mir: Was wollt Ihr eigentlich realisieren? Eine Nachrichtensendung oder eine ganz spezielle Informationssendung? Ganz ehrlich: Ich möchte, dass Ihr noch mal darüber nachdenkt, das "alte" Konzept aufzunehmen und daran etwas zu feilen. Der alte ElPro war ein genialer Plot. Das muss man doch "aufbohren" und erweitern können.

Kommentar von Thomas, geschrieben am 15.11.2010.

Die Beiträge werden jedesmal besser.
Die Hintergrundmusik bitte noch ein bisschen herunterschrauben, beim Hören aus dem Background vermischt sie sich etwas zu sehr mit den Worten der Moderatorin.
Ansonsten gute Themenauswahl und der Text wird lauch schon langsam etwas schneller wink.

Kommentar von Sorus, geschrieben am 15.11.2010.

Ich wiederhole jetzt einfach mal was einige der Vorkommentatoren schon gesagt haben: Die Moderatoring wirkt nah sehrf angenehm, in der totalen bisweilen steif, das Papier könnte wirklich ersetzt werden.
Ich finde sie macht einen tollen Job und ich darf da nicht zu viel sagen, weil ichs nicht besser machen würde. Und obwohl ich weiß wie schwer das ist (eigenexperimente) hätte ich sie gerne noch viel lockerer und sie könnte durch wechsel in Rhythmus und Tonhöhe sehr viel rausholen.
Mario Sixtus macht das ziemlich perfekt.

Den Schluss fand ich gar nicht abrupt sondern erfrischend grin

Danke für diesen Clip, bitte weiter machen!
Würde gerne nur halb so viel können.

Droid Boy

Kommentar von Droid Boy, geschrieben am 15.11.2010.

>>Doch, doch: Wir können zuhören.<<

Ach ja? Warum gibt's dann immer noch keinen vernünftigen HTML5-Player im Sinne des video-Tags, sondern dieses lahmende JavaScript-Ding?

Kommentar von karl, geschrieben am 15.11.2010.

Ich weiss nicht genau, warum mich das Format spontan an den frühen Grant Kneebone erinnert. Vielleicht liegt es an der etwas altbackenen 80er-Jahre Musiktextur, am Hintergrund oder doch an der bewusst emotionslosen Moderation?
Ihr müsst noch daran basteln, sonst schlafen euch die Leute ein. Die Kollegin kann das sicher auch etwas peppiger erzählen.

Kommentar von Wolf, geschrieben am 15.11.2010.

Mal eine generelle Frage: wenn das Ding unter der CC steht, werden wohl auch nur CC-Songs als Hintergrundmusik verwendet werden. Müsste nicht diese sanfte, im Hintergrund schwelgende Musik auch irgendwo angegeben werden? Im Abspann steht nur der Titelsong.

Kommentar von cc-beobachter, geschrieben am 15.11.2010.

@cc-beobachter Der Hintergrundsound steht nicht unter CC sondern ist ein GEMA-freier Kauf-Track.

Kommentar von Mario Sixtus, geschrieben am 15.11.2010.

Kleine Kritik nach dem Genuss:

Nach den ersten Minuten habe ich mich zu den Kommentaren gescrollt und dabei bemerkt: Das Video funktioniert auch als Audio. Oder anders herum: Die Bilder könnten für meinen Geschmack mehr zum Inhalt beitragen, sollten sich idealerweise unersetzlich machen.

Eine Themenübersicht zur Orientierung am Anfang halte ich für ein gutes Element. Nur flogen die Schlagwörter etwas zu schnell an mir vorbei. Da würde ich den Themen richtige Titel spendieren.

Etwas langwierig kam mir dagegen der Einstieg in die "Zugangserschwerung" vor: Löschen statt Sperren - Rückblick - Referat über "die Debatte" - und dann erst das Interview mit Alvar Freude. Hätte ich gleich am Anfang den Hinweis bekommen, dass jemand dem BKA eine Wette angeboten hat, hätte mich das bestimmt besser bei der Stange gehalten.

Kommentar von zielwasser, geschrieben am 15.11.2010.

ganz in Kurz:

positiv:
gute grafische Umsetzung, Konzentration auf das Wesentliche, wenig Elemente im Bild, klare Linien und guter Bildaufbau.
Der Hintergrund Sound ist nicht störend, sanft, spärisch, meditativ und passt zum Hintergrundbild Stream.

negativ:
Die Frau mit den tollen Titten ist zu steif, viel zu steif. Das wirkt wie Sprechen für Anfänger und auswendig gelernt und ist seltsam emotionslos. Die Frau steht da wie ein Schulmädchen im raumfahrts angehauchten Schulmädchen Kostüm - ein Hyperland Thema? Standbein, Spielbein, vorsichtig zur Seite treten - ganz furchtbar anzusehen.

Die verwackelten Interviews Bild in Bild in brachial schlechter Skype? Auflösung stören, gerade die Verwacklungen bei Marcel Weiss und das grandiose "Bildrauschen" bei Alvar.

mehr Emotion beim Vortragenden bitte. Im Vergleich zur vorherigen Ausstrahlung sonst aber die richtige Richtung.

Kommentar von MickyHase, geschrieben am 15.11.2010.

Ich finds cool.

Kommentar von Tour Konzert, geschrieben am 15.11.2010.

Ich hab's jetzt ein zweites Mal gesehen, weil mir die Frage keine Ruhe ließ, was mich daran stört: Es ist der Musikteppich, der durch den abgelesenen Text verstärkt wird. Auch auswendig gelernt bleibt dies immer noch ein Lesetext und kein richtiger Sprechtext. Es wirkt künstlich. So spricht niemand im normalen Leben. Versucht es mal mit Stichworten und freiem Sprechen. Und wenn es hundertmal probiert werden muss. Es klingt auf jeden Fall emotionaler und glaubwürdiger, weil dann auch Nadjas Augen mitspielen.

Das Konzept finde ich sehr schön und auch die Hintergrundgrafik empfinde ich inzwischen als angenehm.

Kommentar von Wolf, geschrieben am 15.11.2010.

Schließe mich MickyHases Kommentar an. Die Moderatorin ist total süß, aber als Moderatorin leider nicht lange auszuhalten.

Warum nehmt ihr nicht mal nen dicken hässlichen Programmierer als Moderator?

Wenn ich selbst 24 / 7 vorm PC sitze, will ich jemanden sehen, mit dem ich mich als Zuschauer auch identifizieren kann.

Ich will die Sendung schauen um Information und keinen Dauerständer zu kriegen.

Kommentar von Backflush, geschrieben am 15.11.2010.

@Backfisch Bitte nicht so schnell urteilen. Sie ist MOMENTAN noch nicht perfekt. Das ist ja immerhin auch ihre Laborarbeit. Ich habe aber an einigen Stellen gesehen, dass sie es kann, wenn man sie lässt.
Ich würde sie sehr gerne als Moderatorin sehen, wenn sie etwas lockerer geworden ist. Das wird man nur durch spielerisches Üben. Also los!
Viel Glück und Geduld! wink

Kommentar von Wolf, geschrieben am 15.11.2010.

@Wolf

"Ich habe aber an einigen Stellen gesehen, dass sie es kann, wenn man sie lässt. "

Das lasse ich nur gelten, wenn du selbst Regisseur bist und schon mehrere Moderatorinnen fürs Fernsehen gecastet hast.
(9live gilt nicht)

Warum Nadia mühsam in eine Richtung biegen? Das wird doch alles nur noch unnatürlicher. Und wenn sie ihr ein Papphütchen aufsetzen und Stepptanz beibringen, ich bleibe bei meiner Meinung: meine Lieblings-Moderatorin ist und bleibt Marianne Sixtus.

Kommentar von Backflush, geschrieben am 15.11.2010.

@backfisch Unter diesen Gesichtspunkten darfst du es gelten lassen, sofern du unter Casting nicht DSDS etc verstehst... wink

In welche "Richtung biegen"? Es geht erst mal darum, dass sie eine findet. Mit fremdgeschriebenem Lesetext funktioniert das garantiert nicht.
Schreiben und Sprechen ist nichts weiter als "Handwerk". Mit Übung kann und wird es jeder lernen. Am besten funktioniert das Üben spielerisch, ohne Erfolgsdruck .

Aus diesem Grund gefällt mir auch dieses Labor-Format.

Kommentar von Wolf, geschrieben am 16.11.2010.

Ich fand diesen auch besser als den Ersten. Themenauswahl und Beiträge waren toll. Die Hintergrund Musik fand ich OK, hab mich aber irgendwie nicht mit dem Graphischen Hintergrund anfreunden können. Ich fand ihn zeitweise ein bisschen ablenkend.

Kommentar von Mario Theodoridis, geschrieben am 16.11.2010.

Die Themen sind interessant und die Interviews auch. Hier soll eine liberale Sicht der Dinge gezeigt werden. Die Form "von Sprecherin auswendig vorgetragene Nachrichten" finde ich aber problematisch. Das ist besetzt durch Sendungen, die grundsätzlich Informationen unterschlagen oder manipulieren. Hier wirkt es daher leicht komisch, wenn dann im Interview ein normaler Mensch was vernünftiges sagt. Ich bin auch daran gewöhnt, Sprechern, die mit Blatt in der Hand Auswendiggelerntes aufsagen nur wenig Glaubwürdigkeit zu unterstellen. Ob es nun der nette Peter Klöppel ist oder die sympathische Nadia. Diese offizielle Art fährt bei mir das Anti-Manipulation-Shield hoch. Trotzdem bitte weitermachen! Die Infos sind mir weit wichtiger als die Form.

Kommentar von Karsten, geschrieben am 16.11.2010.

gefällt mir immer noch super und am besten das Format, weiter so, würde ich auf jeden Fall regelmäßig anschauen

Kommentar von Bulio, geschrieben am 16.11.2010.

Das liegt vielleicht auch ein wenig an dem Unterschied zwischen klassischer "Glotze" und Online.
in der Glotze verzeiht man keine Wackler oder technische Fehler. Online verzeiht man keine Aufsager und erst recht keine Ansagen - da muss es gleich mit Fakten beginnen. Die schlechten Beispiele sind alle 1:1 übernommene Nachrichtenansagen irgendwelcher Ereignisse.

Das Hyperland- Format ist sehr schön gemacht, aber es sitzt momentan zwischen den beiden Stühlen unterschiedlicher Sehgewohnheiten.

Ich stelle mal zur Diskussion, ob ich richtig liege mit der Vermutung, dass in der Glotze schnelle Schnitte aus unterschiedlichen Perspektiven erwartet werden, was online wieder extrem stört.
Und hier haben wir sehr saubere und ruhige Bilder, fast klinisch rein für die normalen youtube- Sehgewohnheiten. Zu diesen youtube- Erwartungen gehört auch die Überzeugung, die selbst der größte Troll in seinen Clips noch rüberbringt. In dieser Umgebung fällt jedes abgelesene "künstliche" Wort sofort auf.

Stichwortzettel vermindern diese Sterilität. Am besten gar nichts in die Hand nehmen, oder die themenbezogenen Spielzeuge den Zuschauern zeigen, so ein wenig Hape-Kerkeling-like und mit der Kamera flirten (was in der Glotze verboten ist) wird online erwartet, besonders wenn ein zugeschalteter Interviewpartner selbstverständlich seiner Kamera flirtet.

Probiert es mal. Ich freue mich auf die Laborversion 2.1

Kommentar von Wolf, geschrieben am 17.11.2010.

Ich finde Hyperland sehr gelungen, allerdings gefällt mir die Sprecherin überhaupt nicht.

Man hört ganz klar den typischen wundervollen Sixtus-Stil aus ihren Worten heraus - klar, Sixtus wird die Texte wohl auch geschrieben haben. Aber sie bringt das lange nicht so gut rüber wie Sixtus einst im elektrischen Reporter.

Ich wäre dafür, entweder die Sprecherin zu verbessern oder Sixtus wieder vor die Kamera zu holen.

Kommentar von Volker Grabsch, geschrieben am 28.11.2010.

Sixtus persifleirt ja den Reporterstil der 60er Jahre, als man noch über Kurzwelle oder schlechte Telefonleitungen brüllen musste, um einigermaßen verständlich in den Empfängern gehört zu werden. Das überhöht Sixtus wunderbar. Die Sprecherin nimmt dies ernst und versucht es zu imitieren. Das funktioniert nie.

Ich mag die Sprecherin. Die braucht nicht getauscht zu werden. Sie sollte aus den Meldungen ihren eigenen Text schreiben und sprechen und ihren Stil finden. Dann wirkt sie glaubwürdig.
Ich nehme an, sie wird das versuchen und hoffe, die Produzenten geben ihr die Zeit dafür.
Sie soll sich diese positive Kritik bloß nicht zu Herzen nehmen. Das will ich hier auch nochmayl loswerden, denn jeder hat mal angefangen. Ich auch.. wink
Also Kopf hoch und probieren!

Kommentar von Wolf, geschrieben am 28.11.2010.

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