36: Lutz Schmitt über Machinima

Die Zeiten, als computeranimierte Filme ein Millionenbudget voraussetzten, sind längst vorbei. Heutzutage reicht ein handelsüblicher PC und eine Game-Engine, um sich Filmemacher nennen zu dürfen.

Machinima heißen die bunten Bewegtbildfolgen, die ihren Ursprung in Ballerspiel-Programmen haben. Neben dem naturgemäß breiten Qualitätsspektrum, bietet das junge Genre auch inhaltlich eine erstaunliche Vielfalt: Experte Lutz Schmitt führt uns durch Waldlandschaften, Roboterwelten, politische Stellungnahmen und live dargebotene Stand-Up-Comedy.

Links: Lutz Schmitt, Machinima Deutschland, Machinima.com, Wikipedia über Machinima

Musik: Antony Raijekov, “Lightin”

5. August 2007 | Link | Versenden | Einbetten |
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Kommentare:

Super Beitrag mal wieder. Mich würde interessieren, wie das im Video hinterlegte Lied heißt. Wäre nett, wenn mir das jemand verraten könnte. Vielen Dank im Voraus wink

Kommentar von Mischa, geschrieben am 6.8.2007.

Nicht uninteressant, aber der “Machinima Experte” tätigt doch einige zweifelhafte Aussagen. Zunächst: bitte Abstand nehmen von “Experten”, denn dieser Begriff sagt gar nichts aus. Was macht ihn dazu? Wie ist er qualifiziert? Ist er Programmierer? Designer? (Tatsächlich. Weiß man aber erst, wenn man seine Website aufsucht) Medienwissenschaftler? Oder interessiert er sich einfach für das Thema?
Zu den Aussagen: (1) (und das ist kleinkariert) Aussprache “machine”. Bitte. Als “Experte” sollte man wenigstens den zentralen Begriff richtig aussprechen können (http://www.m-w.com/cgi-bin/audio.pl?machin05.wav=machine). Ernsthaft. Das ist zwar inhaltlich irrelevant, aber doch leicht peinlich.
(2) Vergleich mit 3D-Software: es gibt noch mehr als Alias Maya oder Cinema 4D, z. B. Blender. Blender ist OpenSource. Blender ist kostenlos, damit entfällt das “Argument” Spiele seien günstiger als 3D-Software. Blender hat eine riesige Community, “Elephant’s Dream” ist z. B. ein großartiger Kunstfilm, der kollaborativ enstanden ist. Damit ist das “Argument” hinfällig, nur Spiele böten die Möglichkeit der gemeinsamen Filmerzeugung.

Das sind aber auch die einzigen Kritikpunkte, ansonsten knapp und pointiert.

Kommentar von Andreas, geschrieben am 6.8.2007.

ich bin wohl einfach zu textlastig - die begleit-email von mario und die intro gefallen mir am besten (-: der content des experten hätte ich lieber eingedickt. andreas: hast du einen link zum traum des elefanten?

Kommentar von marcel bernet, geschrieben am 6.8.2007.

Elephants Dream findest du hier: http://orange.blender.org/download
Suche immernoch nach dem Song… Kennt den niemand?

Kommentar von Mischa, geschrieben am 6.8.2007.

Der zentrale Begriff ist nicht “machine” sondern “Machinima”, und bisher hat sich noch niemand über meine Aussprache beschwert, selbst der Mitfinder (Hugh Hancock) nicht.
Blender ist übrigens super, aber
1. kompliziert (Aussagen von Blender-Nutzern)
2. Nicht im Machinima-Sinne kollaborativ (Acting/Puppeteering)

Und letztlich ist das Interview auch die kurze Einführung in ein großes Thema. Da trifft man manchmal generale Aussagen , die eigentlich eines “abers” bedürfen. Für mehr Details empfehle ich meine Veröffentlichung zum Thema Machinima. Kostenlos auf meiner Website zu haben.

Kommentar von Lutz Schmitt, geschrieben am 6.8.2007.

Erstaunlich wie der Film über die französischen Revolten an der Wirklichkeit vorbeigeht.
Fazit: Auch in brandaktuellen “neuen” Medien sollte man kritisch die Inhalte betrachten, hier wird ganz klar Stellung bezogen. Dass die Polizei damals nicht ganz koscher gehandelt hat, ist klar. Dass man das so überziehen muss, hilft herzlich wenig. Schürt nur den Hass.
Erinnert traurigerweise an Youtubekommentar von allem was nicht einen furzenden Frosch zeigt.

Kommentar von fhuber, geschrieben am 6.8.2007.

Mmh, da hat schon jemand anderes die Aussprache von machine bemängelt, auch machinima hat im übrigen nix mit Matsch zu tun. Aber egal, darüber könnte ich ja mal podcasten. Denn, abgesehen davon finde ich das Thema sehr interessant und würde Lutz fragen wollen, ob nicht Plattformen wie Second Life in dieser Hinsicht viel einfacher zu nutzen sind? Man kann sich doch die Hintergründe besser zusammenstellen und mehr und besser konfigurierbare “Schauspieler” bauen, oder? Da ich auch schon SL Machinima gesehen habe, frage ich mich, warum die nicht im Film waren.

Kommentar von Sebastian, geschrieben am 7.8.2007.

@Sebastian:
In der Tat wird Second Life (SL) auch für Machinimas genutzt. Insbesondere die Möglichkeit auf einfache Art 3D-Objekte zu bauen wäre da zu nennen.
Aber SL hat auch Nachteile. Etwa die verhältnismäßig schlechte Grafik, oder das schlechte Timing durch langsame Response-Zeiten des Servers, das genaue Interaktion zwischen mehreren Avataren sehr schwierig macht.
Und warum die SL-Machinima nicht im Film waren kann ich auch nicht sagen. Die Auswahl der Filme kam vom elektrischen Reporter. Es ist aber deutlich, dass die Machinima nicht ausgewählt wurden, um die verschiedenen Plattformen zu präsentieren. Da geht es doch mehr um inhaltliches.

Kommentar von Lutz Schmitt, geschrieben am 7.8.2007.

.... ja genau. Ich würde auch gerne wissen welcher Track da mehrmals aus dem Off kommt und mit dem z.B. “in the waiting line” so um Minute 6:30 unterlegt wurde.
Herr Sixtus, bitte hierzu Stellung beziehen. Ansonsten sehr guter Beitrag mal wieder.

Kommentar von Sugar Ray, geschrieben am 13.8.2007.

Ich habe oben einen Link zum Song eingebaut. Wollte ich eh machen und hatte es dann vergessen, ich Stoffel. Sorry.

Kommentar von Mario Sixtus, geschrieben am 13.8.2007.

Super, vielen Dank!

Kommentar von Mischa, geschrieben am 13.8.2007.

Danke für den Beitrag.

Kommentar von Stella, geschrieben am 14.8.2007.

Ohne Jux. Muss ich meine Linden-Dollar versteuern?

Kommentar von Markus, geschrieben am 14.8.2007.

@Markus:
Bislang hat der deutsche Fiskus die digitalen Welten noch nicht entdeckt. Aber sobald man seine virtuelle Währung in echte Euronen wechselt dürfte das als Einkommen zählen.
Aber irgendwann wird es sicherlich soweit kommen. In Korea wird darüber entweder laut nachgedacht oder die virtuellen Welten sogar bereits besteuert. Verlässliche Informationen sind aus Deutschland heraus leider etwas schwer zu bekommen.
Disclaimer:
Dies ist keine Rechtsauskunft, sondern eine Meinung. Rechtsverbindliche Auskünfte erteilen qualifizierte Personen, wie etwa Steuerberater.

Kommentar von Lutz Schmitt, geschrieben am 18.8.2007.

Wurde nicht schon einmal darüber beraten, ob man nicht Steuern auf Linden-Dollar erheben sollte? Naja, egal!

Es gibt mittlerweile schon eine ganze Stange an qualitativ sehr hochwertigen Machinima-Filmen. Es ist ein spannendes neues Genre und ich bin mir sicher, dass wir da noch einiges in der Zukunft erwarten können.

Es gibt sogar die Machinima-Awards unter: machinima.org

Kommentar von Paul, geschrieben am 19.8.2007.

misshandelte schwarze jugendliche ... dann sind die raubzüge von schwarzen jugendlichen auf blonde franzosen wohl propaganda gewesen. gut zu wissen.

und die fast im bus verbrannte behinderte frau wohl auch ...

Kommentar von Bud Snyder, geschrieben am 25.9.2007.

Mit Erstaunen stelle ich fest, dass viele Menschen offenbar des Meta-Gedankens nicht mächtig sind.

Der Aspekt, den der besagte Videoausschnitt beeleuchten sollte, ist der, dass Machinima-Filme für politische Stellungnahmen/Agitationen bereits genutzt werden.

Eine inhaltliche Stellungnahme des El Rep oder seines Interviewpartners zu den gezeigten politischen Stellungnahmen ist damit in keinster Weise verbunden. Oder hast Du eine vernommen? Mannmannmann. Medienkompetenz jemand?

Kommentar von Mario Sixtus, geschrieben am 25.9.2007.

“Mit Erstaunen stelle ich fest, dass viele Menschen offenbar des Meta-Gedankens nicht mächtig sind.”

Wie kommst du darauf?


“Der Aspekt, den der besagte Videoausschnitt beeleuchten sollte, ist der, dass Machinima-Filme für politische Stellungnahmen/Agitationen bereits genutzt werden.”

Ja für ziemlich dämliche. Sagt vielleicht viel über die Macher solcher Filmchen aus.

“Eine inhaltliche Stellungnahme des El Rep oder seines Interviewpartners zu den gezeigten politischen Stellungnahmen ist damit in keinster Weise verbunden. Oder hast Du eine vernommen? Mannmannmann. Medienkompetenz jemand?”

Hab ich das behauptet? Ich wollte nur diesen Film im speziellen kommentieren. Für den Fall das jemand denkt das er etwas mit der Realität zu tun hat.


Zitat des Interviewpartners:
“... sehr stark konträr darstellte ...”

So einen Satz kann man durchaus als implizite Stellungnahme verstehen. Muss man nicht aber kann man.

Wikipedia zu Medienkompetenz:

“eine kritische Distanz zu Medien halten – beispielsweise kommerzielle oder politische Interessen in journalistischen Beiträgen erkennen können”

Kommentar von Tom Müller, geschrieben am 26.9.2007.

Tom Müller schrieb:
Hab ich das behauptet? Ich wollte nur diesen Film im speziellen kommentieren. Für den Fall das jemand denkt das er etwas mit der Realität zu tun hat.

Zitat des Interviewpartners:

“... sehr stark konträr darstellte ...”

So einen Satz kann man durchaus als implizite Stellungnahme verstehen. Muss man nicht aber kann man.

—-

Man kann, wenn man den unbedingt will. Dabei ist die Aussage doch klar. Es wird eine Gegebenheit sehr anders dargestellt. Wo habe ich denn da Stellung auf der einen oder anderen Seite bezogen?
Oder ist es schon Stellung beziehen, wenn man sich nicht auf die Seite der “etablierten” Medien stellt? Sondern eine neutrale Position bezieht, die niemanden bevorzugt?

Ich habe kein Wort über den Wahrheitsgehalt fallen lassen. Und das würde ich mir auch nicht anmassen. Ist und war auch nicht meine Aufgabe. Schließlich ging es um ein Medium und nicht um die politische Bewertung der Inhalte.

Kommentar von Lutz Schmitt, geschrieben am 1.11.2007.

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