32: Florian Hadler und Gabriel Yoran über aka-aki

Virtuelle soziale Netzwerke vermehren sich derzeit wie Grippeviren in der U-Bahn. Ob für Strickbegeisterte oder Freunde des Haarnasenwombats (nicht zu verwechseln mit dem Nacktnasenwombat): Kaum eine Woche vergeht, in der nicht ein neues Netzwerk aus dem Netz sprießt.

Blöd eigentlich, dass die Netzwerkerei nur so lange wirklich funktioniert, wie der Netzwerkfreund sich vor seinem PC aufhält. Das fanden auch sechs Berliner Studenten und konstruierten flugs aka-aki, das soziale Netzwerk fürs Handtelefon. Um eine Einlieferung in die Kalauerhölle zu riskieren: Gruscheln to Go!

Links: aka-aki.com

In eigener Sache (1): Leider hat sich vor Ort eines meiner Mikrofone in Richtung ewige Mikrofon-Jagdgründe verabschiedet, weswegen das Interview mit dem Reserve-Mikrofon aufgezeichnet wurde. Die Tonqualität selbigens erklärt wiederum, warum dieses Mikrofon wahrscheinlich niemals den Rang eines Hauptmikrofons erklimmen wird.

In eigener Sache (2): Der Elektrische Reporter verabschiedet sich für gut zwei Wochen. Die nächste Episode erscheint voraussichtlich am 9. Juli. Dann hoffentlich auch wieder brav im Wochentakt. Bleiben Sie uns so lange gewogen!

12. June 2007 | Link | Versenden | Einbetten |
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Kommentare:

echt ein tolles Interview! Die Jungs sind ja   super sympatisch. Hoffentlich klappt das mit dem Projekt. Um im Umkreis von 20m jemanden zu finden brauchts ja schon ne ganz ordentliche Userdichte…

Kommentar von expiator, geschrieben am 13.6.2007.

Hmm, hört sich schon interessant an.
Nur habe ich vor ein paar Tagen das Programm “Sensor” auf meinem neuen Nokia entdeckt - und suche nun nach Unterschieden bzw. Vorteilen von aka-aki…!?
Sensor funktioniert ebenfalls Bluetooth basiert und umfasst scheinbar sehr ähnliche Funktionen. Was nicht dabei ist, ist das Onlineprofil - aber das scheint bei aka-aki ja auch nur die “Datenbank” darzustellen.
Vorteil von Sensor: die Daten werden direkt per Bluetooth übermittelt, sodass nicht einmal GPRS/UMTS-Kosten anfallen!
Die persönliche Ansprache der “georteten” Person sollte wohl in beiden Fällen kostenlos sein :)

Kommentar von Henning, geschrieben am 13.6.2007.

der nachteil von sensor dürfte wohl sein, dass es nur bei nokiageräten funktioniert.

Kommentar von thomas, geschrieben am 13.6.2007.

Laut Nokia-Website läuft Sensor nur auf acht bestimmten alten Nokia-Smartphones mit Symbian.

Kommentar von Gabriel, geschrieben am 13.6.2007.

Ist ja völliger Schwachsinn dieses Aka-Aki! Die Welt besteht zum Glück nicht bloss aus lauter durchgeknallter Exhibitionisten. Die tun so, als würde bei dieser Furz-Idee gleich die ganze Welt mitmachen. Als Studenten-Projekt für (noch) Pubertierende mag das ein lustiges Gadget sein. Aber mal ehrlich, haben die jetzt alle einen an der Waffel oder einfach nur zu wenig Elektrolyt im Hirn? Ist doch irre, was man da alles unter dem Label “Social Networking” und “Web 2.0” präsentiert bekommt!

Kommentar von Mike, geschrieben am 14.6.2007.

Oh, so viel fundierte und gut begründete Kritik in einem einzigen Kommentar. Dazu noch eloquent und wortgewandt vorgetragen: Mike ist auf dem Weg zum Kommentatoren des Jahres.

Kommentar von Mario, geschrieben am 15.6.2007.

ja, mike hat recht. wir hören jetzt lieber auf. war ne scheissidee.

Kommentar von aki, geschrieben am 15.6.2007.

Eine sehr sehr interessante Idee und lustige Kerle, aber die Kritik hier ist nicht ganz nebensächlich: um die Bedenken mal in einem auf Web 2.0 umgemodelten Spacemen 3 Spruch auszudrücken:

You need to get people in to run the social network to get people in.

Das mit der Nähe bzw. Netzwerkdichte ist hier der/das Moment, “wo die katze in den Mixer springt”. Ich befürchte das aka-aki nur Inseln wie Berlin bevölkern wird (Dabei würde ich mich so auf Open-Air-Networking auf der Neckarwiese freuen).

Grüße aus Heidelberg,

-Patrick T-

Kommentar von Patrick T, geschrieben am 15.6.2007.

Soweit ich das noch im Kopf hab, gab es ein äquivalentes Tool in einer CSI: Miami Serie von 2004. Scheint nicht eine ganz neue Idee zu sein.

Kommentar von plasmaoxyd, geschrieben am 15.6.2007.

Ich würde die Idee weiterentwickeln und mit dem Barcode von kaywa.com verbinden – dadurch kann man auch Social Marketing und Advertising gut und sinnvoll kombinieren.

Kommentar von DiPi, geschrieben am 18.6.2007.

apropos Wandfarbe beim Trocknen zusehen:
Auf der Veranstaltung “paradoxien des Öffentlichen” im Mai in Duisburg präsentierten die Vertreter eines großen, in Düsseldorf beheimateten und dann von einem Provider aus GB übernommenen Mobilfunkanbieters eine Anwendung der Mobiltelefonie mit Kunst-Anspruch: wie man “seinem Gletscher” beim Schmelzen zuhören kann. So telefoniert man quasi mit der Erderwärmung ...

Kommentar von Tina, geschrieben am 18.6.2007.

Marios Beiträge finde ich in der Regel sehr gut - witzig, interessant und unterhaltsam. Aber diesmal war’s ein Griff in die Schüssel - rein thematisch-inhaltlich. Das Thema Web 2.0 wird mittlerweile dermassen überstrapaziert, dass es mir schon ganz gewalltig auf den S… geht.

Auch wenn die Anwendung keine Zukunft hat, können die Aki-Jungs vielleicht wenigstens ihre Technologie für etwas Sinnvolles einsetzen. Lasst Phantasie walten!

Wenn Mario seinen Trailer etwas kürzt, bleibe ich ihm sicher weiterhin gewogen ;-)

CU, Mike

Kommentar von Mike, geschrieben am 18.6.2007.

mike, ich kann hier nirgends das wort web 2.0 entdecken, ausser in deinem kommentar. und wenn du glaubst technologie sei mehr wert als communities und man dafür auch noch mehr phantasie braucht dann liegst du glaube ich falsch. es gibt wohl kaum etwas phantasieloseres als diese technologie für kontakt tracking oder dating dienste anzubieten. das ganze unterfangen ist vom marketing her auf jeden fall keine leichte aufgabe, aber die könnens ja mal probieren, ohne aggressiv beschimpft zu werden.

Kommentar von sandra, geschrieben am 19.6.2007.

Wenn ich keine Wahrnehmungsstörungen habe, geht es beim Elektrischen Reporter praktisch ausschliesslich um das Thema Web 2.0. Jeder Beitrag wird ja schliesslich mit der Frage “Was ist Web 2.0?” abgeschlossen. Vielleicht sollte man den Begriff für diesen Beitrag zu “Web 2.0 mobile” erweitern.
Technologie ist immer nur Mittel und nie Zweck, liebe Sandra. An Phantasie mangelt es mir bestimmt nicht. Aber gerade aus Marketingsicht sehe ich für dieses Projekt keine grossen Überlebenschancen.

Kommentar von Mike, geschrieben am 20.6.2007.

herzlichen glückwunsch zum grimme-online, mario!

Kommentar von lukas, geschrieben am 20.6.2007.

:zip:
Noch was zu Aki-Aki:
Steht das nicht eigentlich für fucky-fucky
Denn, ich zitiere:
“Mit aka-aki lernst du die Leute kennen, denen du im echten Leben begegnest. aka-aki ist Leute anklicken mit dem Handy”.
Ich jedenfalls bin froh wenn die Möhre nicht klingelt ;-)
Ansonsten, Gratulation zum Gebrüder Grimme Preis!!!!

Kommentar von slizzer, geschrieben am 22.6.2007.

War leider urlaubstechnisch unterwegs und konnte Dir, Mario, leider noch nicht zu Deinem Grimmepreis gratulieren ..

Herzlichen Glückwunsch!

Kommentar von blogi, geschrieben am 3.7.2007.

Mario, ich hab jetzt mal den Handy-Feed auf dem N95. Mir ist ja klar, dass das klein gerechnet wird, aber das sah scheiße aus. Als nächstes probier ich dann mal den iPod-Feed, der müsste ja besser sein.

Kommentar von Sebastian, geschrieben am 4.7.2007.

Also eines ist mal klar. Aka Aki hat die Technik, dass Nicht-Nutzer als “Hubs” also “vermittler” zwischen Mitgliedern fungieren zum Patent angemeldet. Wir lassen mal die Tatsache prüfen, dass Aka Aki meine Bluetooth-ID auf Ihrem System speichert, um dies zu ermöglichen, da ich ja als NICHT-Mitglied sicher nicht mein Einverständnis zur Speicherung gegeben habe. Und nein, die Bluetoth ID ist schon personenbezogen. Somit kann Aka Aki auch feststellen, wo ich mich aufgehalten habe, wenn es die Daten der Mitglieder ausließt, wo überall meine BT-ID vorkommt. Na vielen Dank

Kommentar von omei, geschrieben am 21.6.2009.

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