28: Ralf Bendrath über die Risiken von Online-Identitätssystemen

Es wäre in der Tat praktisch, wenn irgend eine pfiffige Entwicklung die andauernden Registrier- und Anmeldeorgien bei all den neuen und bunten Web-Diensten überflüssig machen könnte. Derzeit sind einige Systeme in Entwicklung oder bereits im Einsatz, die ein Ende der Username-Passwort-Hantiererei versprechen.

Der Politologe Ralf Bendrath mahnt zur Vorsicht: In diesen Identitäts-Silos sammeln sich Datenmengen an, die genaueste Rückschlüsse über unser aller Web-Aktivitäten erlauben.

Links: Ralf Bendrath

30. April 2007 | Link | Versenden | Einbetten |
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Kommentare:

Hallo,

bei mir lädt das Video nur bis ca. 30% normal und danach braucht es Stunden…
Ist das bei euch auch so?

Fabian

Kommentar von expiator, geschrieben am 30.4.2007.

(Nö, hatte kein Problem mit dem Ansehen.)

Interessant finde ich, daß jetzt auch die Interviews zu einem guten Teil in Schwarz/Weiß sind und Schnittfrequenz und Kameragewackel sich an MTViva annähern. Tip: Auch noch Siggi und “Web 2.0 ist…” in S/W bringen, dann fällt die Handelsblattwerbung noch mehr auf ;-)

Aber jetzt mal Schluß mit der Kritik an der Form (die ja nicht wirklich schlecht ist, nur halt schon mal noch besser war)—zum Inhalt:

Ich hatte den Eindruck, der Mann weiß, wovon er redet. Bei einigen Sachen gebe ich ihm Recht, andere Sachen sehe ich etwas anders—- kurz gesagt, ich fand’s spannend, zuzuhören. Und “audiatur et altera pars” nächste Woche ist natürlich eine Spitzenidee!

Ach ja: Was nimmt Siggi eigentlich für bewußtseinserweiternde Substanzen zu sich? Oder ist er einfach nur genial? Oder beides?

Kommentar von Henning, geschrieben am 30.4.2007.

Hin und wieder n Bud. Aber sonst steh ich auf geputzte Synapsen.

Kommentar von Siggi, geschrieben am 30.4.2007.

Ich fand das Video sehr interessant und möchte mich daher auch noch mal bedanken für das schöne Interview.

Online-Identitäten und deren Management sind momentan eines der Hauptthemen im Internet, weil immer mehr Leute Services wie Blog, Forum, social networks etc nutzen.

SSO wird sich aber alleine schon wg der Einfachheit der Vernetzung von Services durchsetzen. Musste man früher als Webmaster den Code und die Datenbanken anpassen, so reicht heute oftmals die Implementierung von zB OpenID und der Nutzer kann im Forum posten und in der Gallerie Bilder hochladen usw.

Vor dem Hintergrund des Projektes eines freien sozialen Netzwerkes, welches noch ganz am Anfang steht (siehe homepage), war der Bericht zumal auch weisend und es stellt sich die Frage, ob man dadurch überhaupt dem Datenschutz gerecht wird, nutzen die User SSO, PeopleAggregator usw.(sofern es implementiert wird).

Als Skeptiker und Nutzer sozialer Netzwerke verteufele ich diese Datensammelwut im Internet, denn ich möchte nicht gläsern sein (gleiches betrifft natürlich Stasi 2.0), aber dennoch liebe ich solche, da so ein Kontakt-Halten zu Menschen möglich ist, die man im realen Leben kaum noch sieht.

Ein weiteres Feld bilden natürlich die ganzen Sozialisationstheorien (Habitus von Bordieu zB), wo sich die Frage stellt, welche Auswirkungen zB SecondLife bzw. multiple Identitäten auf die Person hat.

PS: für Mithilfe und Kritik am Projekt des freien sozialen Netzwerkes sind wir immer dankbar :)

Kommentar von Nico, geschrieben am 1.5.2007.

Noch ein Beitrag zum Thema “Was ist eigentlich Web 2.0?”: Wenn man am 1. Mai beim Croissant-Frühstück im Wohnzimmer auf dem Fernseher “Elektrischer Reporter” schaut. ;-)

Kommentar von CBS, geschrieben am 1.5.2007.

À propos Identität…

Ich prophezeie: In Folge 30 des Elektrischen Reporters geschieht das Unfassbare. Vor laufender Kamera reißt Siggi sich die Gummimaske vom Gesicht. Darunter erscheint entweder:

a)  Hape Kerkeling
b)  Mathias Richling
c)  Marie-Luise Marjan oder
d)  Ottfried Fischer

Viele Grüße vom Denkwart (meiner wahren Identität) :coolhmm:

Kommentar von Denkwart, geschrieben am 1.5.2007.

Manueller Trackback:
Identity Management: Skepsis und Notwendigkeit

Kommentar von Cem Basman, geschrieben am 1.5.2007.

das Problem scheint mir zu sein, den Schuldigen auszumachen. Microsoft alleine ist es jetzt offensichtlich nicht mehr, Google findet nur das was andere zur Verfügung stellen und OpenID, SXIP etc. sind nur technische Protokolle.

Aufklären ok, aber wer wird jetzt angeklagt. Gibt es denn den Bösen? Wer ist böse?

Kommentar von Oliver, geschrieben am 2.5.2007.

Auf SXIP freue ich mich schon, da ich deren Feature selbst hin und wieder nutze. Merke: Hin und wieder!

Wer sagt denn, dass ich alle meine Anmeldedaten einem einzigen Anbieter zur Verfügung stellen muss?

Ansonsten: Ein sehr guter Beitrag heute. Wusste gar nicht, dass auch schon Politologen so weit drin im Web 2.0 sein können…;-)

Kommentar von Matthias, geschrieben am 2.5.2007.

hallo siggie!
deine moderation ist wieder mal 1a!
das thema genau richtig, und ralf hat ein paar kluge sachen gesagt…
vielen dank wiedereinmal fuer die informative unterhaltung!
euere euch treue steffi

Kommentar von steffi, geschrieben am 4.5.2007.

Danke für die netten Worte. Eine Sache muss ich schnell noch korrigieren: Der britische Philosoph, der über Identität geschrieben hat, war nicht Thomas Hobbes, sondern John Locke in seinem Essay “on Human Understanding”. Da war ich wohl zu aufgeregt vor der Kamera. :-)

Kommentar von Ralf Bendrath, geschrieben am 18.5.2007.

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