Urheber 2.0: Was tun, wenn keiner kauft?

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Kulturgüter wie Musik und Film sind im Internet jederzeit auf Abruf verfügbar. Nur sind viele Konsumenten nicht mehr bereit, dafür etwas zu zahlen. Eine bittere Pille für die Musikindustrie und ähnliche Branchen, die nur schwerfällig reagieren.


Zeit für ganz neue Wege? Einige Stimmen fordern, Tauschbörsen zu legalisieren und die Urheber über eine “Kulturflatrate” zu bezahlen - doch es gibt auch zahlreiche Bedenken.


Manche Autoren und Künstler stellen ihre Werke Fans sogar gratis zur Verfügung - und setzen darauf, auf andere Weisen Geld zu verdienen. Das funktioniert zum Beispiel über das Lizenzsystem “Creative Commons”. Kritiker meinen: Das ist nur etwas für Weltverbesserer. Aber vielleicht braucht es mehr solcher Ideen, um die Welt zu verbessern?

Im Kontext: Urheber 2.0: Jeder Nutzer ein Pirat? und: vollständige Interviews mit Thomas Hoeren, Josh Wattles und Danny O’Brien.

Mitwirkende: Markus Beckedahl, Sebastian Redenz, Dieter Gorny, Martin Juhls, Danny O’Brian, Josh Wattles, Thomas Hoeren, Christine Ehlers; Autoren: Mario Sixtus, Fiete Stegers; Mitarbeit: Janko Röttgers; Kamera: Iris Jungels, Eddie Codel, Matthew Williams; Schnitt: Boris Kantzow, Andreas Simon; Sprecher: Petra Bröcker, Torsten Altenhöner; Zeichnungen: Johannes “Beetlebum” Kretzschmar; Studio-Konstruktion: Axel Ganz; Titelmusik: Mario Sixtus; Musik: DJ Side, Vulsor, Nest, Realaze, Le Mépris, Xcyril; Bildmaterial: Internet Archive, Prelinger Archive, People Like Us; Redaktion ZDF: Bernhard Fritsch, Peter Wagner; Produktion: Blinkenlichten Produktionen im Auftrag des ZDF in Zusammenarbeit mit Handelsblatt.com; (c) 2008 ZDF, (cc) by-nc-sa


Neue Folgen des Elektrischen Reporters gibt es hier und anderswo wieder ab dem 23.01.2009. Das gesamte Team wünscht ihnen wunderschöne Tage; bleiben Sie uns gewogen und schalten Sie auch das nächste Jahr wieder ein!

19.12.2008 | Link/Einbetten | Kommentare [28] | Versenden | Bookmark:      

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Kommentare:

Ja dann taucht doch gleich wieder die Frage auf, wie das Geld hinten verteilt wird, was vorne pauschal eingesammelt wird. Dazu einfach mal bei der GEMA in München anrufen und fragen nach welchem Schlüssel wer welches Geld bekommt... Und wers in einer Zeit unter 3 Tagen rausbekommt und nicht vier Mal das Gefühl hat gerade eben mit der Putzfrau gesprochen zu haben, der darf sich entspannt zurück legen und ein Eis kaufen.

Kommentar von dan, geschrieben am 19.12.2008.

"Nur sind viele Konsumenten nicht mehr bereit, dafür etwas zu zahlen." - und was oft vergessen wird in der Diskussion: so war das schon immer.

Kann mich noch an Diskussionen mit einem Labelchef Mitte der 90er erinnern, der uns erzählte, dass der überwiegende Teil der Menschen Nicht- oder Wenig-Käufer von Musik wären.

Die sind natürlich nicht verschwunden, das MIXtape herzustellen ist nur viel einfacher - wenn es a.) das Master im Internet gibt und b.) der Kreis der potenziellen "Freunde" mit Musikgeschmack sich vermillionenfacht hat.

Nix Neues also. Schluss mit dem Gejammer. Endlich!

Kommentar von ring2, geschrieben am 19.12.2008.

Gute Folge, danke.

Und danke auch für den Ausführlichen Kommentar unter dem letzten Beitrag, lieber Herr Sixtus.
Die Idee, einzelne Interviews zusätzlich bereitzustellen, finde ich ausgezeichnet, dann bakommen die geeks wieder ihr Linkfutter, ohne daß es auf Kosten des Bildungsaspektes geht.

Alles Gute weiterhin und schöne Weihnachtstage.

Kommentar von seul, geschrieben am 19.12.2008.

gute folge herr sixtus. nur schade, dass am schluss (c) und nicht (cc) im abstand steht...

Kommentar von r0ssi, geschrieben am 19.12.2008.

Dass im Abspann kein (cc) steht, hat, nun, sagen wir mal, technische Gründe. Die El-Rep-Filme stehen allesamt nichtsdestoweniger unter CC-BY-NC-SA, wie im Kleingedruckten unter den jeweilgen Videos angemerkt.

Kommentar von Mario Sixtus, geschrieben am 19.12.2008.

Eine "Kulturflatrate", gerne ...
Ich möchte gerne auf Qualität verlinken z.B. den "Brockhaus" und nicht auf die unsägliche Wikipedia.

Aber auch Medieninhalte der öffentlich-rechtlichen einbetten; nur wo sind die Embed-Links, eine gemeinsame Mediathek und die vielen Beiträge die nicht ins Netz gestellt werden?
(und bereits per GEZ bezahlt wurden)

Wo sind die Inhalte (komplette und aktuelle Kurse, Vorlesungen) der Unis - bereits vom Steuerzahler bezahlt?

Wo sind z.B. die YouTube-Channels, wie sie: MIT, Berkeley ,Yale oder Stanford öffentlich zur Verfügung stellen?

Kommentar von NoodleGei, geschrieben am 19.12.2008.

Persönlich habe ich mit der Kulturflatrate 2 Probleme:
1) Ganz im Sinne des ersten Kommentars, haben wir dann wieder eine zentrale Verteilstation (zumindest so lange bis sie vom Kartellamt verboten wird), die dann über irgendwelche dubiosen Schlüssel den dicken Batzen Kohle der reingeht verteilt. Und ausgerechnet diese Sammelstelle denk dann in erster Linie an die Künstler? Womöglich noch an die unbedeutenden, lobbylosen, unabhängigen?
Wer's glaubt.

2) Mir stellt sich gleich die Frage: Welcher Musiker verdient denn an Radioausstrahlungen, oder wie hoch ist der Anteil Einnahmen aus Rundfunkgebühren am Umsatz aufwendiger und erfolgreicher Filmproduktionen.

Kommentar von Björn, geschrieben am 19.12.2008.

Wieder ein interessanter Bericht.
Ich frage mich aber, wenn es eine Kulturflatrate gibt und alles in einen großen Topf fließt, wie dann die Künstler nach ihrem Erfolg belohnt werden. Wird ein Künstler der in den Top10 steht mehr bekommen als ein eher unbekannter oder umgekehrt?

Gruss
Gunnar

Kommentar von Gunnar, geschrieben am 19.12.2008.

@NoodleGei: Ein nicht unbeträglicher Teil im Bereich der universitären Forschung in Deutschland wird inzwischen durch Drittmittel aus der Industrie (mit)finanziert. Die Geldgeber würden sich bedanken, wenn "ihre" Ergebnisse einfach so der Konkurrenz zur Verfügung gestellt werden.

Das GEZ-Argument "bezahlt" finde ich auch albern. "Ich hab's bezahlt" stimmt nämlich nicht, gerade bei internationalen Co-Produktionen oder von externen Produktionsfirmen zugekauften Formaten (der Elektrische Reporter ist auch so eines) haben die ÖRRs mitunter gar nicht die erforderlichen Rechte, Clips im Internet zu verschenken.

Die müssten sie zunächst erst kaufen. Ja, von deinen Gebühren. Ob das Sinn macht, kann man diskutieren. Zunächst sind es aber erstmal Mehrausgaben, die man gegenüber den Rundfunkteilnehmern rechtfertigen muss (Und man braucht wohl keine Glaskugel, um zu vermuten, dass sich deren Begeisterung in überschaubaren Grenzen halten würde).

Und mei, solche Inhalte dann noch woanders einzubinden, ist noch komplizierter. Aber dazu hat Meike Richter (u.a. beteiligt am CC-Pilotprojekt des NDR) schon viele intelligente Dinge geschrieben. Hier z.B.: http://www.commonspage.net/2008/uberlegt-und-dagegen-entschieden/

@Gunnar: Zum Beispiel über die erwähnten Empfehlungssysteme. D.h. du hast eine Software auf dem Rechner, die an einen zentralen Server meldet, welche Musik du gerade hörst (Zum Beispiel Genius bei iTunes, oder last.fm für den Rest von uns). Und vielleicht auch, was du bei iTunesLoad und Co. oder im Medienmarkt gekauft hast.

Das geht ja auch durchaus anonym. Machen das genug Leute, lassen sich wohl recht brauchbare "Kompensations-Charts" (also: Wer bekommt was aus dem Flatrate-Topf und wieviel) ermitteln.

Natürlich gibt es da durchaus Probleme (Ich vermute, dass z.B. Klassikhörer Musik eher selten am Rechner hören ...), aber das sollte man auch in den Griff bekommen.

Kommentar von jo, geschrieben am 20.12.2008.

@Jo
Ja, aber ob man das wieder will, das aufgezeichnet wird was ich höre?

Was meinst du mit "last.fm für den Rest von uns"? ist Apple jetzt aufeinmal das Böse? Muss ich mich schämen das ich einen iMac habe und gerne iTunes benutze? Und natürlich auch last fm?

Gruss
Gunnar

Kommentar von Gunnar, geschrieben am 20.12.2008.

@Gunnar: Ich bin selber Mac-User ,) Und ja, Apple tut böse Dinge.

Mein Gedanke war zunächst weit simpler: Apples Genius gibt's halt nur mit iTunes, last.fm kann man fast in jeden Medienplayer (Amarok, Songbird, VLC ...) einklinken.

Richtig ist aber auch, dass Genius an personalisierte iTunes-Accounts gekoppelt ist. Ohne funktioniert es nicht. Mag sein, dass Apple das mit dem Datenschutz ernst nimmt, notwendig wäre die Kopplung für einen Empfehlungsdienst oder die "Kompensations-Charts" aber nicht.

Und ja, wenn man solche Daten einsammeln will, muss sie auch jemand zur Verfügung stellen. Aber wie gesagt, das geht auch anonym und ohne Personalisierung. Den Teil halte ich für vergleichsweise unkritisch.

Da gibt es bei der Erhebung weit komplexere Probleme (Tagging, ggf. DRM, das schon angesprochene Problem der Repräsentation).

Kommentar von jo, geschrieben am 21.12.2008.

Ok, ich verstehe es jetzt.

Danke

Kommentar von Gunnar, geschrieben am 21.12.2008.

Ja, ich bin öfters schon unkritisch und mache erstmal alles mit. Vielleicht ist man da als Macbenutzer im ersten Moment etwas schmerzfreier. Aber ich möchte ja auch dazulernen und die Alternativen erkennen. Ich bin dabei es zu versuchen. Ich habe es zwar noch nicht richtig, aber ich versuche es.

Bis bald
Gunnar

Kommentar von Gunnar, geschrieben am 21.12.2008.

Ein sehr interessanter Bericht! Allerdings frage ich mich, ob eine solche "Kulturflatrate" nun vom Staat oder von "Musikpiraten" (was wir ja nach den Definitionen momentan eh alle sind) bezahlt werden sollte. Sobald dieser Fall eintritt, würden die illegalen Tauschbörsen wahrscheinlich erst recht boomen.

Kommentar von dani, geschrieben am 21.12.2008.

@Dani: Die wären dann ja nicht mehr illegal, die illegalen Tauschbörsen. Das macht die Idee ja so sexy ,)

Ich glaube auch nicht, dass Flatrates zu einer Entwertung der kulturellen Schaffens führen, wie Dieter Gorny befürchtet. Ganz im Gegenteil.

Ausgehend von Napster und Soulseek haben Tauschbörsen mehr für die Geschmacksbildung unserer Generation getan, als es einer nach wie vor auf den Abverkauf von Massenware fokussierten Musikindustrie lieb sei kann.

Kommentar von jo, geschrieben am 21.12.2008.

Spricht mir aus der Seele und hat mich wieder etwas angespornt meinen p2p-pauschale blog anzuheizen. danke!

Kommentar von p2p-pauschale, geschrieben am 24.12.2008.

Schön, dass es den ElRep wieder gibt.
Mir hat allerdings auch die Phase I besser gefallen. Vor allem die längeren Interviews und auch die "ruhigere Art". Bin gespannt, was ihr mit den ganzen Rückmeldungen hier macht...

Kommentar von christoph, geschrieben am 10.1.2009.

Hallo,

amüsant an zu sehen, wie Herrn Gorny die Felle wegschwimmen. Ich würde ihm gerne aus Mitleid 50 Euro aus unserer CC-Bandkasse zukommen lassen - kennt jemand seine Kontonummer? Solange Musik oder Kunst im allgemeinen eine pure Kapitalanlage und auf die Erwirtschaftung von Gewinnen ausgelegt ist, anstatt als ein Kulturgut angesehen zu werden, solange wird es Gornys geben, die über zu wenig Schotter auf'm Bahndamm klagen und ernst gemeinte Kultur lächerlich machen (was sein Laden nicht verkloppt, kann schließlich nur Müll sein.) Wenn es demnächst nur noch die Sony-BMG-Universal-Polydor-Warner-EMI AG gibt, die unserer Jugend mit überteuertem Vollschrott aus den USA die Hirne weich massiert (einen Superhit pro Sommer), wird sich parallel schon längst eine funktionierende "Subkultur" verfestigt haben, eine, die in der Lage ist, sich selber aus sich heraus zu finanzieren und zu erhalten. Ohne, dass sich irgendwelche Freaks für 20 Minuten Sprachstörungen im Tonstudio danach 'ne Prachtvilla mit Hydraulik und Niederquerschnittsfelgen hinzimmern können. Und sich deren Vermarkter, Anleger und Investoren gleich jeweils drei davon plus große Hafenrundfahrt auf eigener Yacht leisten.

Kulturflatrate? Haben wir. Hat nur keiner Bock zu bezahlen. Weil "gibt's ja nix für außer Mutantenstadl und 'ne Kochsendung". Bisschen einseitige Betrachtung imho, denn damit wird jede Art von Kultur für jede Altersklasse gefördert. Allerdings zahlen die wiederum für die Vergütung der Künstler ebenso in die Inkassogesellschaften wie die GEMA ein, bei denen ein Großteil der Kohle versickert und sich B.Dohlen den Rest davon abgreift. Aber immherhin wird dort für einen pauschalen und erschwinglichen Posten "Kultur für die ganze Familie" erzeugt, gefördert und/oder verbreitet.

Was kostet GEZ? Und wieviel bekommt man damit finanziert? Und jetzt glaubt man, dass man mit 5 Euro monatlich der Spears Brittney ihr Kleinhäusschen bezahlt kriegt? Und die Studentenbude vom Jackson Michael gleich dazu? Aber Petter Müller hier um die Ecke schwingt auch eine sehr lockere Luftgitarre, der frisst am Liebsten Steak mit Steak. Ist das dann da auch noch mit drin in dem Fünfer?

Upsi... ich hab' ja ganz vergessen, dass weiter oben jemand noch den Brockhaus verlinken will... mal fragen, was die Jungs gerne so verheizen im Winter. Ach und die ganzen Filmemacher - heijeijei... dabei fallen mir auch grad noch die ganzen Fotografen, Choreographen, Texter, Grafiker, Autoren und die ganze andere "Schaffende" Bande ein... dann kauft einfach jeder 'n Döner im Monat und reicht das bei der lokalen Tafel ein?

Die Vorstellung, sich für'n Fünfer monatlich die Kultur der gesamten Welt "für umme" auf die Platte ziehen zu können, schreit förmlich nach medizinischer Betreuung.

Auch, wenn jeder (haha) deutsche Bürger diese Flatrate zahlen würde - 82 mio. mal fünf Euro macht 410 mio. Euro, mal zwölf sind schlappe 5 Milliarden Euro pro Jahr im Pott. Das Verballert ein ordentlicher Lobbyist an 'nem besonders guten Vormittag in Brüssel bei 'nem gut abgehangenen Chateau de la Triche. Und davon sollen nun... ?! Spannendes Experiment: mal im Bekannten/Familienkreis nachfragen, was sich jeder schonmal gerne runterladen, ansehen oder durchlesen wollte.

Ich könnte mir gut vorstellen, nimmt man daraus die Schnittmenge, hat man das Programm der ARD und ZDF. Blöderweise ist bei denen der Brockhaus nicht mit im Programm. Und die beiden Mädels, die mit "Two Girls and a Cup" eine Art Welterfolg gelandet haben, wohl auch nicht. Vermissen tue ich dort auch die ganzen Spirou&Fantasio;-Comics, vor allem die mit dem Masurpilami.

Ich halte es für ein Wunschdenken von "Musikkonsumenten", sich mit dieser Art Pauschalabgabe "frei" zu kaufen, für ein Wunschdenken von "Künstlern" mit zwei Gehirnfürzen und einem Kinderreim 2,8 Millionen im Monat zu machen und für ein Wunschdenken von Anlegern und Investoren, mit Kultur 'ne dicke Minna zu machen. Aber ich halte es für machbar - allerdings in einem vollkommen anderen gesellschaftlichen Kontext - dass sich Kulturbegeisterte jeglichen Erguß von Kulturschaffenden auf die Kiste ziehen können. Für umme. Ohne Flatrate.

Machen wir Kultur wieder zu dem, was es irgendwann einmal war - die Manifestation einer Idee und nicht die Geldmaschine von drei, vier Hampelmännern. Aber vielleicht sollte vorher noch das Geld wieder zu dem gemacht werden, was es einmal war - ein Akkumulator für geschaffene Werte und nicht eine fixe Idee von einer Generation Hapiness-Machines.

“Erst, wenn der letztmögliche Kunde weggeklagt, der beste Kopierschutz schon wieder geknackt und die ersten Petabyte-Flashspeicher erfunden sind, werden Ihr merken, dass man Scheissmusik nicht essen kann.”

Weissagung der Cree(ative Commons)

Nur mal so am Rande. Und jetzt: Steine frei.

Kommentar von markus, geschrieben am 15.1.2009.

Nur schnell eine Zusatzbemerkung zur Kultur-Flatrate. Ich finde den Ansatz gut, der Weg dahin ist sicherlich noch ein weiter wegen der vielen kommerziellen Wiederstände, aber das sollte uns nicht abhalten darüber nachzudenken.

Ich würde nur noch gerne die Filter mit aufnehmen in den Kreis der Begünstigten. Mit Filter meine ich hier eine grosse Bandbreite von Kultur-Zuträgern. Das kann dann auch gerne ein (Internet-)TV-Sender von Gorny sein, last.fm, der Buchladen um die Ecke und natürlich auch meine eigne "Musik-die-ich-gern-hab-Website".

Dies würde zwar eine große Transparenz der User-Aufmerksamkeits-Flüsse bedeuten und da hör ich schon wieder die Hardliner des Datenschutzes die Ohren spitzen. Aber hej, privacy is anyway überbewertet und wenn es ein Land irgendwann schafft eine Kultur-Flatrate einzuführen, dann ist es auch eins, in dem ich weniger Angst vor Daten-Missbrauch hätte.

Bis das also funzt unterstütze ich weiter CC.

Hasta später

Jaybe

Kommentar von Jaybe, geschrieben am 21.1.2009.

PS: hab ich Wiederstände tatsächlich mit "ie" geschrieben #don't re-read your comment late night #gute nacht

Kommentar von Jaybe, geschrieben am 21.1.2009.

Hallo ER,

ich bin Ihnen dank gulli.com ja eh schon sehr gewogen, aber als ich heute das heute.journal via Zattoo schaute hab ich mich nochmal riesig gefreut über das geniale Interview mit Ihnen und die wunderbare wohlwollende Werbung der Kollegen aus der Nachrichtenredaktion für Sie.
Wenn das so weitergeht, gibt es Sie bald auch im analogen ZDF-Hauptprogramm, das wär geil smile.

Freu mich schon auf die Folge morgen zu politischem Aktivismus im Netz smile.

Leute, schaut euch das Kurzinterview mit Mario Sixtus in seinem schwarzweißen Studio an, is sehr gut und witzig geraten smile.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/676332

Ich bleib euch gewogen
Gruß Max smile.

Kommentar von Max, geschrieben am 23.1.2009.

P.S.:Ersetzt heute und morgen mal durch gestenr und heute, is ja schon kurz nahc Mitternacht :D.

Max.

Kommentar von Max, geschrieben am 23.1.2009.

Persönlich finde ich den Beitrag ziemlich einseitig gemacht. Es werden keine etablierten Künstler zu ihrer Meinung gefragt und alle Kommentare von Gorny werden negativ eingeleite etc. Der Beitrag rangiert damit eher auf Bildzeitungs-Niveau.

Zur Kulturflatrate ... 5 € im Monat für: jegliche Musik, jegliche Zeitungen, jegliche Hörbücher, jegliche Bücher, jegliche Bilder, jegliche Filme, jegliche Serien, jeglichen Porn.

Ja klar, dass hilft den Künstlern immens ... dabei sich nach einen neuen Job umzuschauen, denn Geld verdient man mit Kunst dann nicht mehr.

Und was wäre mit den Künstlern die nicht in Deutschland sitzen und eigentlich hier bisher nichts veröffentlichen. Die von so einem System in Deutschland nicht gehört haben, um sich bei dem System anzumelden.

Dieser ganze "ich wurde durchs Internet bekannt" Quatsch funktioniert doch nur, solange dieses nicht zu viele Künstler machen, denn wenn es alle machen ist es nichts besonderes mehr und man geht wieder in der Masse unter.

Und das Argument: "Ich verdiene eh mehr Geld durch Konzerte", kann auch nur vereinzelt für den Musikbereich gelten. Bei Filmen, Serien, Hörbüchern, Büchern, Bildern fällt sowas weg und auch nicht jede Musik ist Konzert kompatibel.

Insgesamt fehlten bei dem Beitrag auch mal Kommentare von Leuten, die von Wirtschaft eine Ahnung haben ... die ganzen Urheberrechtlicher sind das bestimmt nicht.

Aber kein Wunder, dass so ein Beitrag vom ZDF kommt, die durch die Rundfunktgebühren sich sowieso kaum wirtschaftliche Gedanken machen müssen.

Kommentar von Chromagus, geschrieben am 28.2.2009.

Die Pauschale muss natürlich Global gelten. Das Künstler nichts mehr verdienen würden ist völliger Quatsch. Was verdienen sie denn jetzt ?
Die Pauschale ist ein zusätzliches Modell, alles andere bleibt doch gleich. Es fällt einfach nur die unsinnige Verfolgung von nichtkommerziellen allessaugern weg und es kommt ein Haufen Kohle monatlich rein, den es zu Verwalten gilt.

Das ist aber auch kein zuckerschlecken das auszuwerten und gerecht zu verteilen, aber GEMA und GVL machen es doch vor, an slche Modelle kann man sich anlehnen. Am schnellsten würde es gehen, wenn mal andlich offen diskutiert werden würde, von denen die da was drehen können. Sonst kapiert es wieder niemand, alles bleibt beim alten, oder wird noch schlimmer, wie es jüngst die RIAA beweist.
Wenn man aus Verzweiflung kriminell wird, muss schleunigst was getan werden.
P2P-Pauschale!!!

Kommentar von Chris Korte, geschrieben am 1.3.2009.

Die Sammelleidenschaft kommt irgendwann zurück.

Kommentar von Gordon Bujak, geschrieben am 6.4.2009.

Wenn mich etwas interessiert, dann bin ich auch dafuer bereit zu zahlen: Brandeins, Datum.

Ich fand beim Aufräumen, Umziehen Manuskripte von Freunden. Darunter von Hans F. Krebs und konnte im Netz nichts finden, also machte ich mich an die Arbeit und stellte es ins Netz. Oder Auszüge von Briefe von Rupert Riedl.
Oder der noch lebende russische Dichter Igor Pomerantsev, unbekannt.
So entstand im letzten Oktober 2008 ZeitZug, an dem ich in meiner freien Zeit arbeite.

Kommentar von Milena Findeis, geschrieben am 26.7.2009.

Das etwas getan werden muss, liegt auf der Hand. Die technischen Möglichkeiten sind den realen Gegebenheiten um Meilen voraus.

Zugangsbeschränkungen für kulturelle Inhalte halte ich für fragwürdig. Eine pauschale Pflichtabgabe dient allen, denn ohne Künstler kein Internet. Ohne Konsumenten auch nicht.

Kommentar von Cobrox, geschrieben am 24.8.2009.

super folge! das beste: der runde mann mit seiner einschätzung zu den gefahren für ideen. das problem is doch vielmehr: die gema hats möglich gemacht viel geld mit eben KEINEN IDEEN zu verdienen. alle die keinen schrottigen pop für geistig minderbemittelte machen zahlen drauf.

wär schön wenn sich daran was ändert und kulturschaffende einigemaßen dafür entlohnt werden. aber vielleicht würden die dann auch nur schrott produzieren wink

und a propos: auf laridae.at kann man sich musik
von mir kostenlos runterladen.

angela aux - common space incidents

Kommentar von heiner_hendrix, geschrieben am 17.9.2009.

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