Web-Wahlkampf: Im Maschinenraum

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Schon Wochen vor der Wahl haben Netzgemeinde und Medien ihr Urteil gefällt: Der Online-Wahlkampf der deutschen Parteien ist langweilig, kleinmütig oder einfach nur peinlich. So heißt es unisono von Bild bis FAZ. Ist das so? Und wenn ja, warum?


Der Elektrische Reporter steigt hinab in die digitalen Maschinenräume der Kampagnen. Er trifft alt eingesessene Demoskopen, junge Berater, die vom Obama-Wahlkampf gelernt haben, und “Social Media Writer”, die dabei sind, in sozialen Netzwerken wie Facebook eine neue Art der PR zu formen. Die über allem schwebende Frage lautet: Warum ist der Wahlkampf eigentlich wie er ist?


Im Kontext: Web-Wahlkampf: an der Graswurzel, Web-Kampagne: Wähler-generierter Wahlkampf


Mitwirkende: Steffi Lemke, Christoph Bieber, Susanne Fitkau, Martin Dohmen, Fabian Braun, Malte Steckmeister; Autoren: Tobias Moorstedt, Mario Sixtus; Kamera: Iris Jungels, Boris Kantzow, Andreas Proß; Schnitt: Boris Kantzow, Arne Bönninghoff; Sprecherin: Petra Bröcker; Zeichnungen: Johannes “Beetlebum” Kretzschmar; Bildredaktion: Iris Jungels, Dominic Kennedy; Studio-Konstruktion: Axel Ganz; Titelmusik: Mario Sixtus; Musik: Matthew Tyas, Realaze, Eraplee Noisewall Orchestra, Strange Zero, BrunoXe, Moonove; Bildmaterial: Internet Archive, Prelinger Archive; Redaktion ZDF: Bernhard Fritsch, Peter Wagner; Produktion: Blinkenlichten Produktionen im Auftrag des ZDF in Zusammenarbeit mit Handelsblatt.com; (c) 2009 ZDF, (cc) by-nc-sa

4.09.2009 | Link/Einbetten | Kommentare [12] | Versenden | Bookmark:      

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Kommentare:

2009: Vermutlich der langweiligste Wahlkampf seit Adenauer. Zugegeben, ein Wahlkampf zwischen zwei Parteien, die derzeit noch parallel die Strippen der Macht ziehen, kann eigentlich nur in Langeweile enden. Zumindest die Opposition sollte kreativer und gerne auch etwas aggressiver Mißstände und Lösungen aufzeigen.

Kommentar von Eventspion, geschrieben am 4.9.2009.

Wenn ichs nicht schon gesagt habe, danke für die guten Beiträge hier!!!

Ich glaube alle Parteien (möglicherweise nicht die Piraten) unterschätzen das Web maßlos! Es ist eben nicht ne neue Zeitung sondern eine Fundamental neue Technik. Obwohl dies schon tausendmal geschrieben undgesagt wurde scheint dieser radikale Strukturwandel noch nicht in den Köpfen angekommen zu sein!
Das Beispiel mit der Analogen Presseschau finde ich da recht passend, wenn ich mit der zeitung vom Morgen arbeite ist die spätestens zum Mittagessen veraltet!
Und warum vertraut niemand bei den alten den Bürgern? Warum muss die Botschaft immer kontrolliert werden? Wenn die Botschaft gut und integer ist muss man sie nicht kontrollieren sondern kann sie frei zirkulieren lassen!
Aber vielleicht führt der zu erwartende Verlust der althergebrachten Parteien und der Aufstieg der Piraten zu einer Veränderten Wahrnehmung.

Kommentar von Alaman, geschrieben am 4.9.2009.

Kleiner Fehler: Die Frau heißt Fittkau, nicht Fitkau.

Kommentar von Torsten, geschrieben am 4.9.2009.

Sehr schöne Folge. Ich finde es besonders angenehm das nicht gelogen wird... das die eigentlichen vorhaben/ die eigentliche Meinung des Kandidaten vollkommen in den Hintergrund rückt sollte eigentlich allen klar sein, aber wirklich ausgesprochen wird es in den Medien selten.
Wenn ein Politiker wirkliche Authentizität bieten würde wäre es egal wo er es tut. Doch wer sich nicht eingehend Informiert kauft beim Wahlgang nunmal die Katze in einem „schön“ dekoriertem Sack.

Kommentar von Michael Matzat, geschrieben am 4.9.2009.

Guter Beitrag und eine tolle Krawatte xD

Das nächste mal bitte eine kleinere Pause zwischen den Beiträgen...das war ja ewig!

Kommentar von Josty, geschrieben am 4.9.2009.

Ein toller Beitrag! Eine tolle Krawatte!
Und ein langweiliger Wahlkampf :-(

Kommentar von Kantorkel, geschrieben am 4.9.2009.

Beim MP3 ist (wieder mal tongue laugh) was schiefgegangen: Der Ton ist gedeeeehnt.

Kommentar von HomiSite, geschrieben am 6.9.2009.

Sehr guter Beitrag. Der deutsche Wahlkampf hält dieses Jahr bestimmt einige Überraschungen bereit.

Kommentar von Rocka, geschrieben am 7.9.2009.

Die ständigen amerikanischen Clips störten den Aufbau einer Assoziation mit dem deutschen Wahlkampf, sonst eine interessante Sendung.

Kommentar von Mark, geschrieben am 8.9.2009.

Vielen Dank für diesen Beitrag!
Ich hatte mich schon sehnlichst auf eine Fortsetzung gefreut, und wurde nicht enttäuscht!
Freue mich jetzt schon auf die nächste Folge. grin

Kommentar von Stuuuudent, geschrieben am 8.9.2009.

Danke für die neue Folge. Weiter so! Ich will mehr (=

Kommentar von rob, geschrieben am 13.9.2009.

>Und warum vertraut niemand bei den alten den Bürgern? Warum muss die Botschaft immer kontrolliert werden? Wenn die Botschaft gut und integer ist muss man sie nicht kontrollieren sondern kann sie frei zirkulieren lassen!

Die Botschaft ist mit Sicherheit nicht schlecht, vermutlich halbwegs integer, aber kann die Bevölkerung damit umgehen? Den meisten Internetallochthonen und auch einigen Internetautochthonen fehlt einfach das kulturelle Kapital, um die Handlungen der Politiker_innen zu verstehen. Und deshalb werden sie paternalistisch angeflunkert. Das ist auch verständlich und kaum anders möglich.

Interessant dazu ist ein Bourdieutext der – glaube ich mich zu erinnern – „das politische Feld“ heißt.

Kommentar von farnpflanze, geschrieben am 18.9.2009.

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