Web-Kampagne: Wähler-generierter Wahlkampf

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US-Präsident Obama gilt als der erste Internet-Präsident überhaupt. Denn seine Strategie im Web war ausschlaggebend für den Wahlsieg. Er und sein Team haben die Regeln des Wahlkampfes kurzerhand umgeschrieben und es verstanden, eine Fan-Basis über das Internet aktiv in seinen Wahlkampf einzubinden. Mit Hilfe von Mikro-Spenden und von den Anhängern selbst gedrehten Wahl-Videos wurde Obama schließlich zum mächtigsten Mann der Welt. Der Elektrische Reporter untersucht die Mechanismen des Online-Wahlkampfs und zeigt auf, welche Lehren die Wahlkämpfer im bundesdeutschen Superwahljahr 2009 aus der Obama-Kampagne ziehen können.

Im Kontext: Vollständige Interviews mit Micah Sifry und Joi Ito, sowie: Web-Wahlkampf: im Maschinenraum, Web-Wahlkampf: an der Graswurzel

Mitwirkende: Don Tapscott, Micah Sifry, Joi Ito, David Weinberger, Richard Rogers, Tobias Moorstedt; Autoren: Mario Sixtus, Julius Endert; Kamera: Iris Jungels, Andreas Simon; Schnitt: Arne Bönninghoff, Andreas Simon; Sprecher: Petra Bröcker, Torsten Altenhöner; Zeichnungen: Johannes “Beetlebum” Kretzschmar; Studio-Konstruktion: Axel Ganz; Titelmusik: Mario Sixtus; Musik: Yue, Tr´`d, Silence; Bildmaterial: Internet Archive, Prelinger Archive; Redaktion ZDF: Bernhard Fritsch, Peter Wagner; Produktion: Blinkenlichten Produktionen im Auftrag des ZDF in Zusammenarbeit mit Handelsblatt.com; (c) 2009 ZDF, (cc) by-nc-sa; Vielen Dank an die DLD-Konferenz.

20.03.2009 | Link/Einbetten | Kommentare [14] | Versenden | Bookmark:      

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Kommentare:

So, den Quelltext rüberkopieren reicht also nicht.

Und wer verrät das nun Dieter Althaus, dem Obama aus Thüringen?

Zum Vergleich:
Althaus: http://www.barackobama.com/index.php
Obama: http://www.d-althaus.de/

Oder umgekehrt?

Kommentar von Markus Möller, geschrieben am 20.3.2009.

Gute Sendung. Danke.
Ich fände es interessant, mehr über die deutsche Politik und die Nutzung des Netzes zu erfahren. Was steckt hinter der obamaesken Webseitengestaltung von Herrn Althaus: Auch die Idee der Kommunikation auf Augenhöhe... oder doch nur das moderne Image? Da könnten Interviews mit den Verantwortlichen vielleicht etwas Aufklärung bringen.

Kommentar von Stefan Höffken, geschrieben am 20.3.2009.

@Stefan Höffken: Wir planen einen Beitrag zum Web-Wahlkampf in Deutschland, sobald dieser an Fahrt aufgenommen hat. Bleiben Sie am Gerät!

Kommentar von Mario Sixtus, geschrieben am 20.3.2009.

Gute Sendung aber warum wurde nur die Bundestagswahl erwaehnt? Davor gibt es noch Landtagswahlen und eine (von den Medien oft vergessene) Europawahl!

Kommentar von Kosmopolit, geschrieben am 20.3.2009.

Hallo Herr Sixtus,

dann lade ich Sie doch gerne zu uns ein, um über den Webwahlkampf "in Fahrt" zu berichten.

http://www.team2009.de wäre schon mal ein möglicher Startpunkt.

mfg
Stefan Hennewig

Kommentar von Stefan Hennewig, geschrieben am 20.3.2009.

Ich hätte wetten sollen, wer seinen Wahlkampfspam als erstes hier ablässt.

Kommentar von Jens Scholz, geschrieben am 20.3.2009.

Sehr interessant wird sein, wie die deutschen Parteien dieses Phenomän aufgreifen werden und wer es erfolgreich umsetzen kann...
Zumindst kann man sich schon mal ansehen, wie die deutsche Web Gemeinde die kommenden Aktionen aufnehmen wird auf Statista unter Webbarometer.

Kommentar von Wojtek Misiewicz, geschrieben am 20.3.2009.

Ich glaube aber einfach, dass die Politikbegeisterung und die Begeisterung für Personen aus der Politik zu gering ist, als dass sich so ein Hype im Netz bilden kann wie es bei Obama der Fall war. Trotzdem sehe ich potential im Web-Wahlkampf und würde mich freuen, wenn Menschen wieder mehr politisieren. Vielleicht hilft das Internet ja dabei, aber dafür muss es auch erstmal ausreichend genutzt werden!

Kommentar von Ch. S., geschrieben am 20.3.2009.

Als ich die Überschrift gelesen habe, hab ich irgendwie nur an US-Wahlkämpfe gedacht.

Dass ein Bundestagswahlkampf irgendwie etwas mit Internet zu tun haben könnte, kam mir erstmal überhaupt nicht in den Sinn.

Kommentar von earl, geschrieben am 21.3.2009.

Im Beitrag heißt es:

"Selbst den mittlerweile legendären Slogan 'Yes we can' hat nicht etwa eine findige Werbeagentur ausgetüftelt, sondern vielmehr ein paar Rapper auf Youtube. Aus dem inneren Zirkel der Kampagne hätte solch ein Wahlspruch wohl kaum kommen können, denn der vielgelobte Redner Obama ist ein schlechter Parolenproduzent."

Das stimmt so nicht. Der Wahlspruch "Sí se puede" stammt aus den frühen 70er Jahren. Er geht zurück auf César Chávez und ist das Motto der von ihm gegründeten Landarbeitergewerkschaft United Farm Workers.

Barack Obama setze die englische Übersetzung "Yes we can" bereits 2004 im Vorwahlkampf für die Wahl zum US-Senat ein.

Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Sí_se_puede

Kommentar von Tim, geschrieben am 22.3.2009.

Dass Obama den Slogan 2004 für die Senatskandidatur in Illinois (also einer Provinzwahl) verwendet hat, mag sein. In den Präsidentschaftswahlkampf zog Obama jedenfalls mit der wesentlich sperrigeren Parole "Change, we can believe in". Erst das Will.i.am-Video machte den Yes-we-can-Slogan bundesweit (besser: weltweit) bekannt und sorgte dafür, dass das Obama-Kampagne-Team ihn als Leitspruch übernahm.

Siehe: http://en.wikipedia.org/wiki/Yes_We_Can

"The song was released on February 2, 2008, by the Black Eyed Peas member will.i.am on Dipdive.com and also on YouTube.com under the username 'WeCan08'. (...) The term "Yes We Can!" became a secondary slogan for Obama's campaign."

Kommentar von Mario Sixtus, geschrieben am 22.3.2009.

Den bereits 2004 erfolgreich getesteten Wahlkampfslogan "Yes we can" hat die Obama-Kampagne -- garantiert nicht zufällig -- anlässlich der Wahlniederlage in New Hampshire am 09.01.2008 reaktiviert. Er war fortan fester Bestandteil in Obamas Reden:

http://my.barackobama.com/page/community/post_group/ObamaHQFeature/CGTN

Soweit ich mich erinnern kann, waren die Bilder von Wahlkampfauftritten mit "Yes we can"-skandierenden Unterstützern im Web, auf Youtube und im Fernsehen bereits omnipräsent, bevor gut drei Wochen später das will.i.am-Video erschien.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich "Yes we can" nämlich schon wie ein Lauffeuer unter den Unterstützern verbreitet und war als Sprechchor bei Veranstaltungen fest etabliert:

http://www.youtube.com/watch?v=i8mG5qfDXL4&feature=channel_page

Dass will.i.am der ganzen Sache immensen Schub verliehen hat, steht außer Frage. Den Wahlspruch an sich hat aber in der Tat die Kampagne selber "ausgetüftelt" und bewusst eingesetzt.

Nur meine zwei Cent ... wink

Kommentar von Tim, geschrieben am 22.3.2009.

team2009.de = Geiles Beispiel: "Werden Sie Mitglied des teAM um auch Kommentare hinterlassen zu können"

- no comment -

Kommentar von Rainer, geschrieben am 18.8.2009.

Yeaa, aber die üblichen Parteienverdächtigen machen doch nicht die Zukunft: Wir machen Zukunft: wir machen User-Generated-Wahlkampf für die Kandidaten, die sich für das bedingungslose Grundeinkommen einsetzten.
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Es haben inzwichen hunderte von Blogs unsere Facebook-Box eingebaut. Susanne Wiest for Kanzlerin!

Kommentar von bgenymous, geschrieben am 21.8.2009.

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