Kollektives Kino: Und alle drehen mit

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Filmemachen ist Diktatur - der Regisseur hat immer das letzte Wort. Wirklich? Was würde wohl passieren, wenn man das Publikum in die Produktion einbeziehen würde? Den sonst zur Passivität verdammten Kinogänger über das Internet auffordern würde, seine eigenen Ideen einzubringen?


Matt Hanson und Timo Vuorensola, zwei Regisseure aus Großbritannien und Finnland, wollen genau das mit ihren Projekten “A Swarm of Angles” und “Wreck a Movie” herausfinden. Unterliegt das kollektive Filmemachen den gleichen Gesetzmäßigkeiten wie die freie, von den Nutzer selbst geschriebene Online-Enzyklopädie Wikipedia? Wie muss man die Produktion unter Einbeziehung einer Online-Community organisieren, damit ein vorzeigbares Ergebnis herauskommt? Diesen Fragen geht der Elektrische Reporter nach.


Mitwirkende: Timo Vuorensola, Matt Hanson, Charles Leadbeater, Peter Weibel, Clay Shirky; Autoren: Mario Sixtus, Julius Endert; Kamera: Iris Jungels, Boris Kantzow; Schnitt: Andreas Simon, Arne Bönninghoff; Sprecher: Petra Bröcker, Torsten Altenhöner; Zeichnungen: Johannes “Beetlebum” Kretzschmar; Studio-Konstruktion: Axel Ganz; Titelmusik: Mario Sixtus; Musik: Gerador Zero, Raphael Badawi, Justin Bidule; Bildmaterial: Medienboard Berlin-Brandenburg, Internet Archive, Prelinger Archive; Redaktion ZDF: Bernhard Fritsch, Peter Wagner; Produktion: Blinkenlichten Produktionen im Auftrag des ZDF in Zusammenarbeit mit Handelsblatt.com; (c) 2009 ZDF, (cc) by-nc-sa

20.02.2009 | Link/Einbetten | Kommentare [27] | Versenden | Bookmark:      

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Kommentare:

Spannendes Thema

Kommentar von Tilo, geschrieben am 20.2.2009.

Tolle Folge grin Weiß nun was ich nacher Googlen muss.

Kommentar von Bernd der Berndiger, geschrieben am 20.2.2009.

Ganz ehrlich: Warum sind die klar sprechenden Hanson und Vuorensola synchronisiert und das unverständliche Gebabbel von Weibel hat nicht mal Untertitel? Hab es bestimmt drei mal anhören müssen um rauszufinden, was er sagt.
Das ist, für mich persönlich zumindest, eine völlig absurde Situation. ^^

Kommentar von NK, geschrieben am 20.2.2009.

Das selbe wie immer UNTERTITEL^^

Sonst finde ich das Thema eigentlich nicht gut, ich sehe Filme als Kunst, genauso wie Musik und Malen, das alles sollte EIN Künstler machen.

Man muss doch nicht alles mit einer Community machen? Ich verstehe es nicht pls sagt mir warum xD

Kommentar von Phil, geschrieben am 20.2.2009.

@Phil Müssen muss man gar nichts, aber man kann, wenn man will. Wie so oft bei Netzthemen geht es auch hier um eine Erweiterung der Optionen.

Kommentar von Mario Sixtus, geschrieben am 20.2.2009.

Ich will Clay Shirky und Peter Weibel in ganz! Kann man das nicht irgendwie einrichten?

Kommentar von Noel, geschrieben am 21.2.2009.

@Noel Wir arbeiten daran. Echt.

Kommentar von Mario Sixtus, geschrieben am 21.2.2009.

Schon jetzt werden Filme im Vorfeld von Testsehern gesichtet und bei eindeutigem Votum teilweise umgeschnitten. Im Endeffekt läuft es dabei oft auf "Happy End" und "keine unaufgeklärten Handlungsstränge" hinaus.

Was soll also das einbeziehen einer noch größeren Personengruppe bringen - ein Film der den Erwartungen der Masse entspricht, jedoch nicht den Massengeschmack trifft.

was kommt danach ? Community hilft Bilder malen und Songs schreiben ? nee danke

Kommentar von Sven, geschrieben am 22.2.2009.

Eine sehr interessante Folge, auf die ich nur durch Zufall gestoßen bin, weil ich schon länger nicht mehr hier nachgeschaut habe.... Und dann gleich ein Thema, was mich als Medienstudentin an meiner Hochschule auch beschäftigt hat bzw. was ein paar Kommilitonen von mir umgesetzt haben..... Sie haben nämlich solch einen interaktiven Spielfilm gedreht, der bereits in ausgewählten Kinos in Deutschland lief. Und auch sie haben bei diesem studentischen Projekt festgestellt: Ausschließlich Community, das geht einfach nicht. Schon bei den Schauspielern gab es Probleme. So sollten diese eigentlich durch die Community ausgewählt werden. Doch dabei gibt es Probleme: Kann man mit dem Charakter überhaupt als Regisseur zusammenarbeiten? Passen die beiden überhaupt zusammen und passen sie in den Film!? Die Idee auch das Drehbuch mitbestimmen zu lassen, wurde sehr schnell fallen gelassen, weil das zu einem unvermeidlichen Chaos führt - ein roter Faden muss bleiben und somit der in dieser Folge hier erwähnte "Diktator" (Drehbuchautor). Was sich wohl als ganz effektiv erwies, war aber die Beteiligung bei der Musikauswahl.

Habe hier nur einiges wiedergeben, was ich im Gespräch mit besagten Kommilitonen erfahren habe, es kommt also nur aus zweiter Hand. Wer sich richtig dafür interessiert, kann die Jungs ja selbst kontaktieren, einfach mal "Filmtrip" oder "Mitffahrgelegenheit Film" googeln....

Kommentar von Anja Z., geschrieben am 22.2.2009.

Das Thema finde ich besser, als die Games-Folge. Liegt wahrscheinlich daran, dass mit dem Thema Film mehr Menschen was anfangen können, als mit dem Thema Computergames.

So oder so: Danke!

Kommentar von Olaf, geschrieben am 22.2.2009.

Sehr gute Folge! Vielen Dank dafür.

Eine Aussage hat mich nur sehr verwundert. Es ist scheinbar bei einer kollaborativen Erstellung eines Filmes nicht möglich die volle kollektive Intelligenz der Community zu verwenden. Es existiert immer eine Instanz, welche die Ideen der Community akzeptieren oder ablehnen kann. Dieser Ansatz missbraucht doch die Fähigkeiten der Community oder sehe ich das falsch? Im Bericht wird beschrieben, dass ein Software-Projekt in dieser Hinsicht nicht mit einem Film-Projekt vergleichbar ist. Warum ist das so? Wo sind die Gründe für solch eine Differenz?

Kommentar von André, geschrieben am 22.2.2009.

@ Andre: sehe ich prinzipiell ähnlich. Doch wurde im Bericht und in anderen Kommentaren ja erwähnt, dass vergleichbare Projekte ins Chaos führten. Vermutlich die Egoproblematik... da müssten alle Beteiligten eine sehr gefügiges Gemeinschaftsgefühl besitzen ...

Kommentar von Stephan, geschrieben am 9.3.2009.

@Stephan Das würde ja bedeuten, dass die angesprochene Egoproblematik in solch einer "Film2.0-Community" ein weitaus größeres Problem als in der Community eines Software-Projekts darstellen würde. Oder: Die Leute im Filmbereich sind egoistischer in der Durchsetzung ihrer Ideen als Softwareentwickler und es kommt dadurch zu Spannungen?!

Es wäre natürlich möglich zu argumentieren, dass das Gemeinschaftsgefühl durch den stärker ergebnisorientierten Ansatz eines Software-Projekts deutlich ausgeprägter ist als bei einem gemeinsamen Film-Projekt.

Kommentar von André, geschrieben am 9.3.2009.

@ Andre´

Ich denke, dass das unterschiedliche Thema das bedingt.

Ich könnte mir vorstellen, dass SW-Entwickler vielleicht eher auch an Teamarbeit und Projektmanagement (Du sprichst ja auch die Ergebnisorientiertheit an) gewöhnt sind ...,

... während die Film-Gruppe möglicherweise eher künstlerisch, tendenziell eher eigenbrödlerisch und auch "eitler" veranlagt ist.

Man muss aber vielleicht auch die Thematik unterteilen. Bei der OpenSource Bewegung wird entwickelt: Einer fängt an, den anderen fallen Optimierungen, Ergänzungen, Plugins, Skins etc. ein ... am Ende gibt es aber z.B. auch viele Plugins, die nicht viel taugen und dementsprechend viele ähnliche Plugins von verschiedenen Entwicklern etc.

Das ginge so nicht bei einem wirklich gemeinschaftlichen Werk, wie einem Drehbuch...

Einzelne klar umrissene Aufgaben mit tatsächlichem Projektcharakter traue ich auch ohne Weiteres einer Film2.0 Community zu in Sachen "Nutzung der koll. Intelligenz" / wisdom of the crowds etc.. Also z.B. eine Gruppe kümmert sich um die Facilities, eine andere ums Casting, eine andere um die Musik etc.

Aber kommt es zu einem gemeinsamen Drehbuchschreiben, dann geht es noch viel mehr um die persönliche Kreativität. Diese dann "einzubüßen" (...falls man das so empfände...), weil mein geistiger Erguss von jemand anderem überschrieben wird, könnte mein Ego wild werden lassen.

Wie gesagt, eine Frage des Bewusstseins, der Einstellung zu dem sozusagen "höheren Zweck" des gesamten Projektes ... dazu müsste mir klar sein, dass mein Beitrag dennoch in diesem Projekt enthalten ist, auch wenn er am Ende nicht mehr zu sehen ist ... entsprechende Menschen sind zum Gelingen wahrscheinlich Voraussetzung ...

Greetzle, St.

PS: Wir starten in Kürze ein entsprechendes Experiment, dauert nicht mehr lange...

Kommentar von Stephan, geschrieben am 11.3.2009.

Man merkt doch immer wieder, dass die Kreativität im Allgemeinen doch sehr unterschiedliche Ausprägungen haben kann.

Somit lässt sich festhalten, dass die Frage nach dem "Warum es nicht möglich ist" durch die verschiedenen Facetten der Kreativität und den diversen Ansätzen bei gemeinschaftlichen Projekten beantwortet wird.

@Stephan
Vielen Dank für die spannende Diskussion. Freue mich auf die Ergebnisse eures Experimentes.

Kommentar von André, geschrieben am 11.3.2009.

@ Andre´: Genau, ... also alles schön vage beantwortet:)))

Ja ich fand´s auch spannend. Vielleicht magst Du ja bei unserem Projekt teilnehmen. Dann schreib uns kurz ne Mail und wir geben beim Start Bescheid. (JavaScript must be enabled to view this email address)

Greetz

Kommentar von Stephan, geschrieben am 11.3.2009.

Netter Beitrag. Verstehe nur nicht, warum zum 1000. Mal über A Swarm of Angels berichtet wird. Bei dem Projekt passiert überhaupt nichts. Die arbeiten seit über 3 Jahren daran und haben nicht einmal ein Drehbuch und die Website ist auch schon seit über einem Monat offline wegen "Umstrukturierungen". Ganz davon abgesehen, dass Leute über 1 Jahr schon auf ihre bestellten und bezahlten (!) ASOA Poster warten. Alles in allem ein riesen Reinfall bisher. Das einzige was passiert ist, dass Hanson sein Projekt als supertoll vermarktet. Und auch die elektrischen Reporter scheinen sich da blenden lassen haben. Nächstes Mal etwas besser recherchieren. Es gibt weitaus mehr kollaborative Projekte da draußen, als die von der Iron Sky Crew und Hanson...

Steven

Kommentar von Steven, geschrieben am 15.3.2009.

@ Steven: Welche denn? Kannst Du ein paar nennen?

Kommentar von Jonas88, geschrieben am 15.3.2009.

@steven Die öffentliche Seite mag zwar offline/im Umbau sein, aber im internen Angel-Forum ist nach wie vor sehr viel Leben. Deinen Eindruck, das Projekt sei tot/eingeschlafen/ein PR-Stunt kann ich nicht teilen.

Kommentar von Mario Sixtus, geschrieben am 15.3.2009.

Ok, und woher hast du die Behauptung? Kommst Du überhaupt ins Forum rein? Dafür müsstest Du nämlich angemeldet sein. (Kostet ja nur 5 Pfund. Da kann Matt sich auf dem nächsten Flug zur nächsten Filmkonferenz ne Cola kaufen)

Hier mal die Liste der letzten Posts aus dem ASOA Forum. Das muss ich sicher nicht kommentieren. Aber ich schätze mal, dass es im letzten Jahr (!) nicht mehr als 5-10 Posts pro Monat sind. Und davon die Hälfte von Matt selber. Also von sehr viel Leben zu sprechen ist einfach Unsinn/Quatsch/Whatever.

Also hier: Letzte Posts im ASOA Forum in den jeweiligen Kategorien:

Jan 22 2009, 12:27 PM ... By: Matt
Mar 6 2009, 12:13 AM ... By: sean
Sep 22 2008, 12:25 PM ... By: Matt
Jan 23 2009, 03:46 PM ... By: _Tim
Aug 24 2008, 11:19 AM ... By: Mayec
Jan 22 2009, 01:18 PM ... By: Matt
Jan 22 2009, 12:33 PM ... By: Matt
Jan 22 2009, 12:39 PM ... By: Matt
Oct 9 2008, 09:36 AM ... By: Matt
Jan 22 2009, 01:06 PM ...By: Matt
Nov 5 2008, 04:37 PM ...By: Matt

Wie man sieht passierst so gut wie gar nix! Viel heiße Luft und nichts dahinter. Da haben es einige kleinere kollaborative Projekte schon viel weiter gebracht. moviepals.org zum Beispiel oder mein Favorit valkaama.com (es gibt natürlich noch mehr Beispiele… Google hilft) … Klar können die sich nicht mit Star Wreck / Iron Sky messen, das ist klar. Trotzdem sind es erwähnenswerte Beispiele, wie ich finde und vor allem haben die schon was substantielles hervorgebracht. Im Gegensatz zur heißen Luft von A Swarm of Angels.

Kommentar von Steven, geschrieben am 15.3.2009.

Keine neuen Posts im A Swarm of Angels Forum seit 20 Tagen...

Kommentar von Steven, geschrieben am 26.3.2009.

@steven Hier vermuten einige, du kämst aus dem Valkaama-Umfeld. Falls dem so sein sollte, warum kommentierst du anonym?

Kommentar von Mario Sixtus, geschrieben am 28.3.2009.

Nein, da muss ich Dich/Euch leider enttäuschen.

Kommentar von Steven, geschrieben am 6.4.2009.

Ich denke schon dass man einen kollektiven Film machen kann. Es kommt halt nur auf die Logistik und die Idee an.

Kommentar von Murdock, geschrieben am 13.4.2009.

Also mir fällt da erst einmal das deutsche Sprichwort „Viele Köche verderben den Brei“ ein. Für die Erstellung von Videoclipähnlichen Filmcollagen oder experimentelle Filme sicher ein Weg, um mangelnden Einfallsreichtum zu beheben. Den Geschmack der Massen und (meinen schließe ich da mal mit ein) zu treffen ist aber schwierig, denn ein Drama beispielsweise bedarf mehr als ein Haufen zusammengesetzter Teile von Leuten mit verschiedenen Geschmäckern und Intentionen. Sicher wird durch die Siebung des schlechten Materials durch die Community das Schlimmste verhindert, doch wie will man beispielsweise die Charaktere und Motivationen des Protagonisten und Antagonisten aufbauen, ohne den Mitfilmern zentral klare Definitionen zu diktieren.... ok, gleiches Aussehen der Akteure wird wohl hier noch ein größeres Problem sein (-;

Persönlich bin ich aber an der Mitwirkung (im konventionellen Sinne wink von Verfilmungen guter Stoffe interessiert. Wer also kreativ ist, eine gute Idee hat und Unterstützung (z.B. Kamera, Ton) sucht und in Hamburg Umgebung drehen will, über dessen Anfrage freue ich mich.

Kommentar von Wolfgang, geschrieben am 15.4.2009.

Filme wie Matrix, werden von Leuten "gemacht", die einen starken "Selbstdarstellungstrieb" bzw. Darstellungstrieb der eigenen Ideen haben. Anders sind solche Bildfolgen und Geschichten nicht machbar. Leute mit starkem "Selbstdarstellungstrieb" werden wohl eher weniger die Meinung anderer - in diesem Fall des Netzes - suchen. Die leider so oft (s. Youtube) recht miserabel bis sogar für Muttersprachler schwer verständlich ist.

Ähnlich dem Editierungs-Prozesses bei Wikipedia Artikeln, wird sich auch bei einer Filmproduktion die mittlere Qualtität einstellen. Die besten Filme werden auch in ferner Zukunft von Profis kommen.

Dieser Veränderung darf man also recht gelassen entgegensehen.

Kommentar von manu, geschrieben am 26.6.2009.

Hallo!

Wer Lust hat, melde sich doch bei unserem Experiment zur kollaborativen Kreativität an. Open Source Drehbuch-schreiben auf http://kein-nichts.de. Es gibt 2 Drehbücher - ein Drama und eine Komödie ...

Eine fröhlich-inspirierte Zeit senden
Ellen & Stephan

Kommentar von Ellen & Stephan Brückner, geschrieben am 26.8.2009.

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